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„Aktion scharf“ für Radfahrer im Bezirk
(16.06.10) Radfahren wird am Alsergrund prinzipiell stark gefördert. Gegen Rowdies, die auf Gehsteigen fahren oder ihr Rad am Verkehrsschild anketten, gab es nun aber eine erste „Verwarn-Aktion“. Beim nächsten Erwischen wird ohne Pardon abgestraft.

(uss). Der Alsergrund verfügt über ein weitläufiges Fahrradwegnetz und zahlreiche Abstellplätze. Dementsprechend viele Radfahrer nutzen das Angebot. Immer wieder gibt es jedoch auch schwarze Schafe unter den umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmern, die trotz der gekennzeichneten Radwege die Gehsteige unsicher machen. Dabei gefährden und behindern sie sich selbst und andere. Manche „parken“ ihr Rad auch einfach irgendwo, und nicht an den Abstellplätzen.
Gegen dieses Fehlverhalten der Radfahrer gab es an der Kreuzung Nußdorfer Straße /Währinger Straße jetzt eine erste „Aktion scharf“. Allen voran informierte Bezirksvorsteherin Martina Mal­yar, unterstützt durch Polizei und Bürgerdienst, alle „Verkehrssünder“ darüber, dass auf dem Gehsteig zu fahren verboten und absolut kein „Kavaliersdelikt“ sei, wie viele Radler meinen.

Dieses Mal noch gnädig „In kürzester Zeit haben wir an die 40 Gehsteigradler angehalten“, erklärt Alfred Passecker vom Wiener Bürgerdienst, bei dem täglich unzählige Beschwerden über das Fehlverhalten vieler Fahrradfahrer eingehen. Die Polizei zeigte sich diesmal noch gnädig, sie sprach eine deutliche Verwarnung aus und lieferte aber auch handfeste Information. „Beim nächsten Mal wird gestraft!“, erklärte der Herr Inspektor streng.
„Wir haben zusätzlich an vielen falsch geparkten Rädern im Bezirk eine Banderole angebracht, die davor warnt, dass die Räder künftig abgeschleppt werden“, schildert Alfred Passecker gleich die nächste Aktion gegen diese „Unart“ vieler Radfahrer und zeigt ein besonders krasses Beispiel auf einem Gehsteig vor dem ehemaligen Kolosseum Kino.

Radständer nutzen
„Sie stellen die Räder einfach irgendwo hin, obwohl gleich gegenüber ein großer Abstellplatz ist. Das behindert die Fußgänger, Eltern mit Kinderwagen oder alte Menschen, die mühsam ausweichen müssen.“ Die Radler und Radlerinnen im Bezirk werden etwas mehr Disziplin und Rücksicht auf andere zeigen müssen, sonst wird empfindlich gestraft.
Bezirksvorsteherin Malyar meint dazu: „Es ist höchste Zeit, dass sich die Grundeinstellung ändert. Auch für Fahrradfahrerinnen und -fahrer gilt die Straßenverkehrsordnung. Und der Gehsteig ist für die Fußgänger da. Es geht nicht an, dass hier jemand durch Gedankenlosigkeit gefährdet oder behindert wird.“
Lesermeinungen zu diesem Artikel:
Mensch, am 06.07.2010 um 22:38
Wenn anstatt eines Autoparkplatzes so schätzungsweise 4 Radbügel hingestellt werden (oder haben mehr Platz?), entstehen dadurch 8 neue Parkplätze, während der Platz vorher nur für 1 Auto war, das in der Regel eine Auslastung von 1,2-1,4 Personen hat.. Ich sehe also nicht, wo hier Parkplätze verloren gehen?

Bezügl. Radwege, das ist irgendwie verwirrend. Wieso sollte ein Radweg, der durch ein Schild als solcher gekennzeichnet wird, kein Radweg sein? Radwege müssen nicht unbedingt baulich getrennt sein von Fahrbahn oder Fußweg oder von beidem. Es nützt ja sowieso nix, auch dorthin verirren sich regelmäßig Fußgänger (z.B am Gürtelradweg zwischen Währinger und Nußdorfer Straße). Einen Radweg gibt es erst, wenn er respektiert wird, da ist doch egal ob Schild oder Bodenmarkierung oder Stacheldrahtzaun....
Karl Gratzer, am 03.07.2010 um 21:28
Nicht einmal 10% der "Radwege" sind tatsaechlich auch welche.Das rote Wien verkauft die Bueger,wie meistens,fuer dumm!
http://www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/radnetz/fakten.html
Karl Gratzer, am 03.07.2010 um 21:22
Uebrigens:Zwei Drittel des Wiener Radwegenetzes sind weder Radwege noch Mehrzweckstreifen.Es sind einfach oeffentliche Verkehrsflaechen die das Radfahren mittels Tafel erlauben.
Wussten sie,dass
im kleinen neunten Bezirk(knapp 3 km2,knapp 40000 EW) ein Fuenftel der gesamten in Wien(ca.415 km2,
ca.1,7 mio offizielle EW) aufgestellten Fahrradbuegel stehen?
auf 0,7% der Gesamtflaeche Wiens,
20% der Radbuegel montiert sind?
auf 2,35% der Gesamtbevoelkerung
eben diese 20% Fahradstaender kommen?
linear mit der steigenden Anzahl der Radbuegel,die Anzahl der Parkplaetze sinkt?
und damit das Geschaeftesterben im 9-ten massiv beschleunigt wird?
Mensch, am 29.06.2010 um 20:58
Lieber Herr Gtatzer Karl
Kann es sein, dass sie zu denjenigen gehören, die Fahrradwege als Mehrzweckstreifen interpretieren? Anders kann ich mir das sonst nicht erklären, weil normale, getrennte Rad- und Gehwege eindeutig in der Überzahl sind. Zum Glück! Denn dass diese Mehrzweckwege zwangsläufig zu Konflikten führen, darüber sind wir uns glaub ich alle einig... Die meisten Radwege sind aber deutlich von Gehwegen getrennt (auch wenn das unachtsame Auge das vielleicht mal übersieht) und sollten daher in der Regel nicht zu Problemen führen. Dass man hald schauen muss, bevor man einen Fußweg als Radler, bzw. einen Radweg als Fußgänger kreuzt, ja mei lieber Fußgänger am 26.06.2010 um 21:15, das liegt in der Natur der Sache. Das ist doch nicht zuviel verlangt. Dass man sich nach Autos z.B. nicht umschauen muss, weil sich diese durch den Lärm schon ankündigen, macht sie IMHO nicht unbedingt sympathischer. Was meint ihr?
Die meisten Radler sind (halbwegs) schnell unterwegs, weil sie von A nach B (oder auf besagte Donauinsel) kommen wollen. Daher muss es einen anderen Grund geben, wenn diese auf Gehsteige ausweichen, weil man dort ja wirklich nicht voran kommt. Ich für meinen Teil tu es als Radfahrer auf jeden Fall nicht (ich geh aber auch nicht auf Radwegen spazieren). Ich fahr überhaupt nur noch selten auf Radwegen, weil ich die Fußgänger dort nicht stören will :) Aber zugegeben, wenn man auf der Wienzeile, auf der Lände oder am Gürtel auf der Fahrbahn radelt, muss man schon eine gehörige Portion Wahnsinn intus haben (bzw. die Fußgänger besonders lieb haben)
Kurz und gut: es behauptet hier niemand, dass Radfahren am Gehsteig kein Fehler ist. Aber leider wird gern übersehen, dass es auch Fußgänger gibt, die mindestens genauso auch Radler sabotieren. Ob bewusst oder unbewusst, aus willkür oder arroganz, ich würde sagen, irren ist menschlich. Deswegen: cool bleiben. Und nicht so eine Situation für den Wahlkampf missbrauchen, bzw. sich missbrauchen lassen...

Bezgl. StVO einhalten: Es gibt heute eine Radwegbenützungspflicht, außer für Rennräder. Zinnober hin Zinnober her. Früher gabs dafür mehr Unfälle.

Bezgl. Artikel: Vielen Dank fürs posten! Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Radwege Unfallgefahren bergen und daher verbessert werden sollten. Sehr guter, konstruktiver Vorschlag. (Ist zwar nicht im 9. Bezirk aber als wahlkampfwillige/r Politiker/in könnte man hier sinnvoll Punkte sammeln.)
Gtatzer Karl, am 29.06.2010 um 06:53
"Radfahrer fahren nur aus Mangel an Radwegen am Gehsteig" Dieser Schwachsinn kann nur einem Grünen einfallen.Ersten gibt es Wien nicht besonders viele Radwege,sonder nur jede Menge lebensgefährliche Mehrzweckstreifen,zweitens müßten alle Radfahrer meiner Generation tot sein,weil früher gab es diesen ganzen Zinnober um's radfahren überhaupt nicht,wir hielten uns einfach an die StVO und drittens kann ein Autofahrer auch nicht am Feldweg hundertdreißig fahren....aus Mangel einer Autobahn!
Link anschauen und wundern.
http://www.vienna.at/news/wien/artikel/verkehrsunfall-in-inneren-stadt/cn/news-20100628-11494714
fussgängerin, am 26.06.2010 um 21:15
mensch2,gestern,17:38

zugegeben,die hatz ist zeitweise übertrieben,doch glauben Sie wirklich,daß es aus Neid geschieht?
Bei manchen vielleicht - aber dabei ist das gar nicht nötig,die Radfahrer um ihre Flexibilität zu beneiden - steht es doch jedem frei,sich in den Sattel zu schwingen und die Pedale zu treten!
Bin früher selber genug Rad gefahren,nur getraute ich mich dann nicht mehr und nachdem uns unsere Räder aus dem Hof unseres Hauses gestohlen wurden,hab ich es dann ganz aufgegeben,denn ich kann es hier nirgendwo gut unterbringen.
Aber neidisch bin ich bestimmt keineswegs!Und ich bemerke leider immer wieder die Ignoranz sowie die Arroganz mancher Pedalritter - bes. die mit den Mountainbikes und den Rennrädern,die sportlich "geschalt" umherflitzen - die den Fussgängern gegenüber alles andere als rücksichtsvoll ist.Ich habe es satt,mich ständig nach hinten umsehen zu müssen,ob nicht einer dahergerauscht kommt mit einem "irren Affenzahn" und mich oder meinen Hund niederscheiben kann.
Die Sportfreaks mögen doch bitte soviel Sportsgeist aufbringen und sich den Schwächeren gegenüber rücksichtsvoll zeigen! Und zum Umhersausen haben sie immerhin noch die Donauinsel!
Mensch2, am 25.06.2010 um 17:38
Selbstverständlich gehören rücksichtslose RadlerInnen entsprechend bestraft, aber die Paranoia die das losgetreten wird ist wirklich abstossend!
Bitte einmal zur Kenntnis nehmen, dass
- der Radverkehr in Wien im Gegensatz zum Autoverkehr keine Menschen tötet,
- Radfahren keine schädlichen Emissionen (Lärm, Gifte) verursacht,
- die Bewegung beim Radfahren ein Beitrag zur Verringerung der Krankheitskosten ist,
- Fahrräder wesentlich weniger Platz verbrauchen als Autos,
etc.
Natürlich dürfen auch Fahrräder Verkehrszeichen nicht in ihrer Sichtbarkeit beeinträchtigen, Gehsteige nicht störend einengen, selbstverständlich ist Rasen am Gehsteig eine gemeine Rücksichtslosigkeit. Aber man gewinnt bei der billigen, pauschalen RadfahrerInnenbeschimpfung den Eindruck, dass es oft gar nicht so sehr um die echten Gefährdungsmomente von FußgängerInnen durch RadfahrerInnen geht, sondern ein Neidgefühl gegen die flexiblen und weniger durch ihre tonnenschweren Stahl-Blechkäfige gebundenen VerkehrsteilnehmerInnen geht.
fussgängerin, am 23.06.2010 um 18:13
an "leser":
danke vielmals für die information.
ja,es stimmt leider,daß viele noch dem irrtum unterliegen,sie können auf jeden fall den gehsteig benützen.
wenn man versucht,die betroffenen radler auf diesen irrtum aufmerksam zu machen,bekommt man entweder gar keine oder - in angemessener entfernung - nur noch eine freche antwort zu hören.selten,daß einer sich besinnt und bemerkt,daß er falsch fährt und danach den radweg aufsucht.die meisten fahren weiter und stellen sich taub.
leser, am 22.06.2010 um 20:11
1. Durch die zahlreichen "Gehsteig-Radwege", die laut StVO benützungspflichtig sind, wird für viele der Eindruck erweckt, das Fahren auf dem Gehsteig sein ohnehin "normal". In den 1980er-Jahren wurde tatsächlich oft nur ein Strich auf den Gehsteig gemalt, kombiniert mit schlecht ausgeführen Rampen bei dem Gehsteigkanten, heute ist es auch nicht viel besser.

2. Das Abstellen von Fahrrädern auf Gehsteigen ist nicht generell verboten, sondern bei mindestens 2,5 Meter Breite erlaubt.
fussgängerin, am 22.06.2010 um 15:53
hinzufügen möchte ich noch:ich bemühe mich meinerseits, auf den für fussgänger ausgeschriebenen wegen zu bleiben.manchmal kreuzen die zwar die radlerpisten,oft sind die bodenmarkierungen nicht mehr so deutlich,weil längst abgerieben,aber als ich früher noch mit dem rad untewegs war,ärgerte ich mich,wie Sie, über Fussgänger,die gleich die gesamte Breite des Radweges einnahmen (Radweg entlang der Praterstraße,auf dem Gehsteig,deutlich erkennbar rot markiert!)und sich dann ärgerten,wenn ich sie bat,Platz zu machen. Den Autofahrern gegenüber benehmen sich manche Radler auch unmöglich,die reagieren dann dementsprechend:sie überfahren Sperrlinien,schlängeln sich durch usw. Die haben die Verkehrsordnung genauso zu beachten wie wir und die mit den vier Rädern unter dem Hintern! Doch solange manche glauben, alles gehöre ihm alleine, wird es nie einen gemeinsamen Weg geben können...
fussgängerin, am 22.06.2010 um 15:45
an mensch,heute um 9:45 :genau hier liegt das problem:die wege,die vom fussvolk und pedalrittern gemeinsam genützt werden,bringen im endeffekt nur ärger,denn die einen fühlen sich gefährdet und die anderen behindert.es ist freilich nicht angenehm,dauernd ausweichen zu müssen.die mit ihren rennrädern und e-bikes sind sowieso ein eigenes kapitel geworden.manche der rennräder haben ja nicht einmal eine glocke auf dem lenker drauf!einmal kam es vor,da rief nur der radler von hinten,alles weg -nun komm ich!na,also rücksichts- und respektloser geht es wohl nimmer!der glaubte wohl,alles gehöre ihm!
ich weiss auch nicht,wie man das den zuständigen leuten begreiflich machen soll,dass es besser ist, diese beiden wege so voneinander zu trennen,damit beide was davon profitieren.an welche stelle muss ich mich da wenden?lobenswert finde ich das verhalten von so manchen,die eher die fahrbahn benutzen,bevor sie fussgänger unnötig einengen und bedrängen.aber - wie schon einmal erwähnt - sind diese leider in der minderheit...so müssen wir uns halt noch weiter gfretten!
Mensch, am 22.06.2010 um 09:45
Geteilte Wege für Fahrradfahrer und Fußgänger sind ein sehr gutes Beispiel, nämlich für kontraproduktive städtebauliche Maßnahmen. Fahrradwege sollten nie zu Lasten der Fußgänger gebaut werden, sonder zu Lasten des Autoverkehrs. Aber da gibts es anscheinend zu starke ökonomische Interessen und Lobbies.... Ein geteilter Weg ist für Radler sehr langsam, weil man immer Kurven um die Fußgänger machen muss und die Fußgänger stören sich natürlich auch daran. Ich fahre persönlich an der Länder meistens auf der Fahrbahn und werde dort regelmäßig von Autofahrern angehupt oder geschnitten, da die dort glauben, das Alleinherrschaftsrecht beanspruchen zu müssen. Seht ihr das Dilemma??
Und wegen Radlern aufm Gehsteig, obwohls einen Radweg gibt. Ehrlichgesagt verstehe ich sowas auch nicht, hab ich auch noch nie gesehen, obwohl ich wirklich sehr viel auf der Straße unterwegs bin. Was dafür ständig vorkommt, sind Fußgänger aufm Radweg, obwohls einen eigenen Weg für Fußgänger gibt (ich meine hier baulich von der Fahrbahn abgetrennte Wege, nicht die Fahrradspuren auf der Fahrbahn, wo man zwar nicht von Furßgängern, aber dafür von parkenden Autos und Autotüren torpediert wird). Stempel ich diese Fußgänger gleich als Rowdies und als mutwillige Regelverletzer ab? Nein. Oder belle ich zurück, wenn diese dann auf mein Klingeln hin mit Pöbeln und Fluchen reagieren? Nein. Fragen sie sich wieso.
Ich glaube, wir sollten hier das Hick-Hack Fußgänger vs. Radler einfach mal beseite legen und uns klar werden, wo das Problem liegt. Es fährt auf 4 Rädern.
fussgängerin, am 21.06.2010 um 11:55
radfahrer,gestern,16:26
Ich will ganz und gar nicht "Stimmung machen" gegen die Radfahrer allgemein,ich möchte nur Probleme und Missstände aufzeigen,wo es welche gibt und wo noch Handlungsbedarf besteht. Als ich damals,in den 80ern,mit dem Rad öfters in Wien unterwegs war,gab es weit weniger Radwege als es heute der Fall ist. Und es musste auch passen. Heute steht den Radfahrern schon wesentlich mehr zur Verfügung,doch immer noch sind die Pedalritter nicht zufriedenzustellen.
Wieviel wollt Ihr denn noch???
Wie ich in meinem vorigen Beitrag schon anmerkte,werden von so vielen Radlern die bestehenden Wege ignoriert und aus Bequemlichkeit die oft ohnehin schmalen Gehsteige benützt - sehr zum Verdruß der Fussgänger.Also - wenn ich gegen diese Sorte von Radlern Stimmung machen würde,ist mir das wohl nicht zu verübeln,oder?
fussgängerin, am 21.06.2010 um 11:47
@mensch:möglich,daß Sie sich an die Gesetze halten und niemanden gefährden,sehr lobenswert übrigens,daß Sie auf das Befahren des Gehsteigs verzichten.Leider gibt es genug Negativbeispiele.An der Lände gibt es einen Radweg,der jeoch tw. mit Fussgänern geteilt íst,das steht auch so auf der Tafel. Wenn jemand rücksichtsvoll und langsam genug fährt,ist da kein Problem. Doch viele fahren Rennräder und Mountainbikes,und das leider extrem schnell und knappest an den Fussgängern vorbei,grade,daß die nicht von ihnen gestreift werden.Manche fahren auch nebeneinander,sodaß man als Spaziergänger ja keinen Platz hat,ausweichen will ja niemand.Und gestern sah ich abends gleich zwei nebeneinander auf dem Gehsteig fahren. Dabei gibt es auf dieser Straße einen eigenen Radweg! Können Sie mir dann bitte erklären,warum - wenn nicht aus Spaß an der Provokation - die nicht diesen Radweg benützen?Genug Radler halten sich null an die Verkehrsordnung,die glauben,es nicht nötig zu haben.Wenn sie dann von einem Autofahrer geschnitten werden,fluchen sie gleich...selber schuld!Und wenn sich einer nicht auf der Straße fahren traut,dann kann er ja auf dem Gehsteig sein Rad SCHIEBEN!!!! Oder mit den Öffis fahren,denn wir kommen wir Fussgänger dazu,gefährdet zu werden!?
Mensch, am 21.06.2010 um 00:34
Ich finde diese Aktion falsch. Hier wurde offensichtlich etwas sehr wichtiges übersehen: Radfahrer fahren nicht einfach mutwillig, aus Spaß an der Freude am Gehsteig, sondern weil sie sich auf der Straße nicht mehr sicher fühlen, bzw. weil ein adäquater Fahrradweg fehlt. Hier sollte angesetzt werden, und nicht mit sinnlosen Strafen!
Deswegen gleich alle Radler in eine Schublade zu stecken (siehe Kommentar weiter unten), ist der zweite Fehler. Ich behaupte ja auch nicht, dass ALLE Fußgänger auf den Fahrradwegen spazieren gehen oder dass ALLE Autofahrer Radler schneiden oder die Autofüren aufreißen ohne vorher zu schauen. Auch wenn mir das als Fahrradfahrer täglich passiert. Hier mit Strafen anzuseten, wäre natürlich genauso falsch, würde aber genau in das Schema dieser Aktion hinein passen...

@KFZ-Steuer für Fahrräder: sorry, aber so ein Schwachsinn....die KFZ-Steuer hat was damit zu tun, dass Kraftfahrzeuge gesundheitsschädliche Emissionen freisetzen. Da geht es nicht darum, potenzielles Fehlverhalten von Autofahrern per Steuer zu bestrafen. Wär ja echt der Brüller :)
radfahrer, am 20.06.2010 um 17:26
schade, wie hier stimmung gegen radfahren gemacht wird. ich selbst bin begeisterter radfahrer und meide gehsteige da ich 1) niemanden gefährden möchte und 2) ein gehsteig für's forwärtskommen auf dem fahrrad nicht geeignet ist.

leider ist für das fahrrad viel zu wenig verkehrsfläche verfügbar. gerade hochangepriesene projekte wie der gürtelradweg erweisen sich in der praxis als absolut unpraktisch: speziell beim westbahnhof fährt ist es absolut frustrierend wie sehr man von einer auf die andere gürtelseite geschickt wird. anstatt geradeaus zu fahren wie autos biegt man alle paar 100 meter links/rechts ab - und wenn man nicht aufpasst landet man schon auf einem gehsteig.

in dem sinne bitte ich um bessere radfahrwege - am besten eine echte fahrspur! das stärkt den radverkehr, verringert die anzahl der autos und fußgänger können in frieden am gehsteig gehen.

ps: auch die IGF ist nicht erfreut über diese negative stimmungmache: http://lobby.ig-fahrrad.org/scharfe-aktionen-gegen-sanfte-mobilitaet/
fussgängerin, am 20.06.2010 um 12:20
Verwarnung? Was soll das helfen,wenn der Inspektor nur verwarnt und nicht gleich bestraft? Mit einem Schnellfahrer oder Parksünder zeigen sie sich weniger verständnisvoll,ebensowenig gibt es in der Bim Gnade für erwischte Schwarzfahrer!Wenn der I. sagt,beim nächsten Mal zahlt der Radler,so zahlt der eigentlich nie,weil beim nächsten Mal erwischt es ihn woanders und dann bekommt er dasselbe zu hören und so geht es immer weiter...weil immer nur verwarnt und nicht wirklich ein Gesetz exekutiert wird!
fussgängerin, am 20.06.2010 um 12:13
@ICH2010,18.6. - Sie kennen keinen Radler,der freiwillig auf dem Gehsteig fährt???Ich erlebe sie tagtäglich,und wenn man ihnen was sagt,tun sie alle so,als verstünden sie nichts oder sie sausen davon oder sie zeigen einem den Mittelfinger.Da helfen noch so viele Abstellplätze für Drahtesel nichts,wenn deren Benutzer sich gegen uns,das Fussvolk,so undiszipliniert verhalten.Es sollte doch ein Miteinander geben und kein Gegeneinander!
fussgängerin, am 20.06.2010 um 12:08
Bin oft mit meinem Hund unterwegs,auch auf der Lände,und muss immer wieder zu meinem Ärger feststellen,wie rücksichtslos die Radler unterwegs sind; entweder viel zu schnell oder sie fahren überhaupt nebeneinander, knapp an einem vorbei,sodaß man fast umgefahren wird.Warum kann man nicht eines der beiden Donaukanalufer für die Radler und eines für die Fussgänger machen?Es wäre doch so für beide Teile angenehmer und sicherer!Die Fussgänger sind nicht mehr so gefährdet und die Radler fühlen sich durch die Fussgänger weniger gestört.
Einschränken sollte man auch unbedingt das Scooterfahren auf Gehsteigen.Nicht nur die normalen Scooter sind da unterwegs,auch schon E-Scooter!Wie kommen die Passanten dazu,sich auf oft ohnehin engen Wegen an die Hausmauer drücken zu müssen oder auf die Seite zu springen,weil so ein Irrer dahersaust?Haben denn alle Leute schon verlernt,zu Fuss zu gehen???
gratzer karl, am 19.06.2010 um 11:21
Eine Alibiaktion vor der Wahl sonst nichts.Allein am Bauernfeldplatz fahren taeglich 100 Radfahrer und benuetzen noch dazu die Schutzwege ueber die Porzellangasse und die Liechtensteinstrasse.Radfahrer sind sehr undisziplinierte Verkehrsteilnehmer.Bei Nacht ohne Licht,am Gehsteig,auf Schutzwegen,falsche Fahrbahnseite,falscher Radweg(Geisterfahrer),nebeneinander fahren,...
Radfahrer gehoerten zur Kasse gebeten,einer Kfz-Steuer gleich!
Ich2010, am 18.06.2010 um 13:46
statt repression sollten mal wirklich genügend, sichere und gute, abstellanlagen geschaffen werden. und auch wieder etwas mehr raum fürs fahrrad auf der straße geschaffen werden, ich kenn niemanden der freiwillig am gehsteig fährt, vielleicht sollten sich die verantwortlichen eher mal überlegen warum sie das tun.
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