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Von Freund der Familie missbraucht
(21.07.10) Dafür, dass er bei der Familie aus Neunkirchen (NÖ) übernachten durfte, revanchierte sich ein Bad Sauerbrunner (25), indem er die Tochter (12) befummelte. Auch den Bruder (9) soll er betatscht haben. Der verschlief die angeblichen „Annäherungsversuche“ aber.
NEUNKIRCHEN/BAD SAUERBRUNN. Wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs klickten für einen arbeitslosen Bad Sauerbrunner (25) am Freitag der Vorwoche die Handschellen.

Der Täter kannte sein Opfer
Der mutmaßliche Sex-Täter lebt nach Angeben der ermittelnden Beamten erst seit wenigen Wochen in Bad Sauerbrunn. Sein Opfer kannte er genau. Der Bad Sauerbrunner drückte gemeinsam mit der älteren Tochter der Familie die Schulbank. Nur durch Zufall traf er die Familie nach Jahren wieder. Er verbrachte den ganzen Freitag mit der Familie im niederösterreichischen Neunkirchen. Man verplauderte sich und als es spät geworden war, bot die Familie dem 25-Jährigen an, dass er bei ihnen übernachten könne. Ein fataler Fehler. Denn der Mann teilte mit der 12-jährigen Tochter und ihrem Bruder (9) ein Zimmer. Dort sollen sich letztendlich am Abend auch die sexuellen Übergriffe abgespielt haben.

Verdächtiger und Opfer erinnern sich an „zärtliche Berührungen“
Aufgeflogen ist der Fall, als sich die Zwölfjährige tags darauf ihrer Mutter anvertraute. Demnach habe der Verdächtige das Mädchen im Analbereich befummelt – und ebenso ihren Bruder. Das erzählte das Mädchen zumindest.
Der 25-Jährige gab bei der Einvernahme durch die Polizei zwar zu, das Mädchen berührt zu haben, davon, dass er auch den Neunjährigen begrapscht haben soll, will der wegen anderer Delikte vorbestrafte Burgenländer aber nichts wissen.
Glück für den Verdächtigen: Der Bub konnte keine Angaben zu den Übergriffen machen, denn er schlief tief und fest. Wie glaubwürdig die Angaben des verdächtigen Sex-Täters sind, dazu will man sich in Polizeireihen nicht äußern. Dass der 25-Jährige den einen Missbrauch zugibt und den anderen leugnet, ergebe aber in seiner Lage keinen Sinn. Die geschockte Mutter der beiden Kinder erstattete Anzeige. Der Burgenländer ist in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Haft. Er war nach eigenen Angaben zur Tatzeit weder betrunken noch unter Drogeneinfluss.
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