"Wer ist eigentlich Ausländer und vor allem wo?" Theaterabend in der KUGA
(15.05.10)
(GB) Zwei Gastarbeiter ohne Namen wohnen auf engstem Raum in einem Kellerloch irgendwo in Europa. Und wie es auf engstem Raum so ist, sind die Konflikte vorprogrammiert. Sie können nicht miteinander und ebenso wenig ohne einander. Wie in so manch einer Ehe. Der Kampf um die Macht im gedrängten Zusammenleben ist alltägliche Realität. Mrozeks skurrile Studie über Macht und Gewohnheit, über Abhängigkeiten und Bösartigkeiten konnte die Zuschauer in der KUGA kraftvoll in ihren Bann ziehen. Alois Frank und Kurt Raubal erweckten die beiden Figuren nicht ohne Selbstironie und mit großer Intensität zum Leben. Barbara Tutschek und Stefan Pauer von der Grünen Bildungswerkstatt konnten sich gemeinsam mit den Besuchern über einen gelungenen Abend freuen, an dem kein Zuschauer unberührt und unverändert nach Hause ging. Bleibt die Frage: „Wer ist eigentlich Ausländer und vor allem wo?“
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