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Festival der Regionen 2011 in Attnang-Puchheim
(02.06.10) Attnang-Puchheim ist Schauplatz für das Festival der Regionen 2011. Bis 9. Juli 2010 können noch Projekte eingereicht werden. Beim Lokalaugenschein vergangenen Freitag informierten sich über 70 Kunst- und Kulturschaffende über die verschiedenen Veranstaltungsorte.

ATTNANG-PUCHHEIM (cs). Es ist Freitag Nachmittag. Mehr als 70 Personen wandern, einer Karawane gleich, durchs Zentrum von Attnang-Puchheim und sorgen für Aufsehen. „Klick. Klick“, macht es immer wieder. Alles, was interessant erscheint, wird von den Teilnehmern mit der Kamera festgehalten: Bahnhofsgelände, Rathausplatz, Phönixsaal und das alte Kino, das mit seinem 50er-Jahre-Charme die Besucher besonders begeistert. Jeder Einzelne sucht den für sein Projekt perfekten Veranstaltungsort für das Festival der Regionen, das nächs­tes Jahr von 22. Juni bis 3. Juli in Attnang-Puchheim über die Bühne gehen wird. Warum gerade hier? „Weil Attnang-Puchheim ein relativ spröder Ort ist, über den niemand etwas Gutes sagt“, erklärt der künstlerische Leiter des Festivals, Gottfried Hattinger. Das Festival der Regionen gehe nicht in etablierte Kulturorte oder Metropolen, sondern dorthin, wo solche Dinge noch nicht stattfinden. Das Motto, „Umsteigen“, habe sich von selbst ergeben, da Attnang-Puchheim Bahnknotenpunkt ist. „Es soll aber auch vom Alltag auf das Besondere umgestiegen werden“, so Hattinger. Das Festival wolle für zeitgenössische Kunstformen sensibilisieren. Musik, Performance, bildende Kunst und Theater – genremäßig gibt es keine Grenzen.

Dass so viele Interessierte zum Lokalaugenschein nach Att­nang-Puchheim gekommen sind, hat selbst Hattinger überrascht. „Noch nie waren so viele Leute bei einer Besichtigung“, erklärt Barbara Mitterlehner, die kaufmännische Leiterin des Festivals der Regionen, das von Land Ober­österreich, Bund und der Stadt Linz finanziert wird.

Künstler haben viele Ideen
Viele Künstler haben auch schon Ideen im Kopf, die sie umsetzen wollen. Der Autor Andreas Kurz aus Attnang-Puchheim plant gemeinsam mit dem Schauspieler Franz Froschauer aus Schwanenstadt die Uraufführung eines Theater­stücks. Wolfgang Hohenwallner bereitet eine szenische Lesung vor. Chris Müller, Intendant beim Theater Hausruck, verrät, dass es Überlegungen gibt, das Theater im nächsten Jahr in das Festival einzubinden. Der Treffpunkt Kulturverein Regau wird gemeinsam mit anderen Kulturinitiativen ein Projekt einreichen, wie Elke Holzmann erzählt. Schriftsteller Bodo Hell will eine Performance machen und die Eisenbahnermusik Attnang-Puchheim wird mit einer Uraufführung teilnehmen.

Chance für die Gemeinde
„Das Festival ist kulturell gesehen eine Riesen-Chance für Attnang-Puchheim“, erklärt Bürgermeister Peter Groiß, der es als Ehre sieht, dass gerade seine Gemeinde ausgewählt wurde. Der Ort könne sich damit als Platz, wo Kultur stattfinden kann, etablieren. Und was sagt er zur Beschreibung als „spröder Ort“? „Attnang-Puchheim wurde am 21. April 1945 dem Erdboden gleichgemacht“, erklärt er, woher die Bauarchitektur aus den 50er-Jahren kommt. Beim Festival 2011 wird sie zu ungeahnten Ehren kommen.

Festival der Regionen
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