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Sport- und Jugendmetropole Neustadt
(28.07.10) Seit 1992 ist Stadtrat Horst Karas Teil der Wiener Neustädter Politik. Trotz 18 Jahren als Kommunalpolitiker fehlt es Karas nicht an Ideen und Visionen.

BEZIRKSBLATT: Sie sind Stadtrat für Sport, Jugend, Markt, Feuerwehr. Welche Aufgaben beinhaltet dieses Ressort? Was sind die Ziele in diesen Bereichen?
HORST KARAS: „Mein Ressort umfasst vier verschiedene Bereiche mit vier unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen. Im Bereich Sport gilt es für mich in erster Linie Partner für die Sportvereine der Stadt zu sein. Hier möchte ich den verschiedenen Vereinen Hilfestellungen, sei es nun die Sicherstellung der Infrastruktur oder die Durchführung von Sportveranstaltungen anbieten. Und gerade dabei haben wir in den vergangenen Jahren einen wichtigen Grundstein gelegt. Das beste Beispiel dafür ist die Handball-EM. Und wenn alles glatt läuft, haben wir auch 2011 eine EM in Wiener Neustadt, und zwar die Darts-EM. Doch hier wollen wir noch viel mehr erreichen. Ebenfalls ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit Schulen im Sportbereich. Bei der Jugend liegt mein Hauptaugenmerk auf der Schaffung vonFreiräumen, in denen sich Jugendliche aufhalten und ihre Freizeit gestalten können. Hier muss das Angebot ausgebaut werden. Wir wollen die verschiedensten Interessen der Jugend flächendeckend abdecken. Mit dem Jugendbeauftragten und „megafon“ sind wir auf dem richtigen Weg und Ansprechpartner für die Jugend. Wir gaben Geld, Know-how und Zeit. Unser Ziel liegt darin Wiener Neustadt für die Jugend attraktiv zu machen und den Generationenkonflikt einzudämmen, indem wir Zusammenleben fördern und auf Toleranz drängen. In Sachen Markt ist uns in den vergangenen drei Jahren mit den neuen Marktständen, dem neuen Logo und verschiedensten Werbemaßnahmen viel gelungen. Da müssen wir weiter ansetzen. Die City ist das beste Einkaufszentrum und ein vielfältiger und qualitativ hochwertiger Markt ist einer der besten Frequenzbringer. In den kommenden Jahren werden wir noch viel unternehmen, um die Fußgängerzonen in das Hauptplatztreiben einzubinden. Die Grenzen des Hauptplatzes sollen erweitert werden. Was die Sicherheit betrifft sind wir auf einem guten Weg. Der Kontakt zur Polizei könnte nicht besser sein. Der Ordnungsdienst leistet hervorragende Arbeit und wird sich auch 2011 wieder bewähren. Gewisse Probleme gilt es noch zu lösen, dazu gehört auch das Flatrate-Trinken, das manche Gastronomen anbieten. Ein wichtiger Punkt ist jedoch das Absiedeln der Notrufnummern zu verhindern. Bei Rettung entpuppte es sich als Katastrophe. Das soll nun bei der Feuerwehr nicht noch mal passieren.“

BEZIRKSBLATT: Auf welche Projekte legen Sie besonderen Stellenwert? Was hat Priorität?
HORST KARAS: „Die größte Hürde, aber ein überaus wichtiges Projekt, ist das Haus der Generationen. Kein Jugendzentrum, sondern eine Location, wo sich, wie ich vorher schon angesprochen habe, Generationenkonflikte lösen lassen. Dieses Haus sollte im Zentrum der Stadt und für jedermann zugänglich sein. Hier sollen sich Jugendliche treffen, in einem alkohol- und drogenfreien Umfeld mit verschiedensten Möglichkeiten der Beschäftigung. Das Jugendamt soll hier professionell führen und der Jugendbeauftragte dort ein Büro haben – als Ansprechpartner in den verschiedensten Bereichen.“

BEZIRKSBLATT: Wo soll dieses Haus der Generationen entstehen?
HORST KARAS:„Wenn es nach mir geht im Stadtpark. Ein neues Haus mit viel Platz für Sport, Bewegung und Aktivität im Grünen. Ende dieses Jahres soll das Projekt konkretisiert werden.“

BEZIRKSBLATT: Sie haben vor der Wahl viele Vorhaben wie Sportvereinigung, Jugendfilmfestival formuliert. Wie weit ist man damit?
HORST KARAS: „Das Jugendfilmfestival „Die Frontale 2011“ ist budgetiert. Wir beginnen bereits, gemeinsam mit dem Jugendbeauftragten, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Was die Sportvereinigung betrifft ist das Prozedere noch nicht ausgereift. Nur die Subventionen werden aufgrund der finanziellen Situation der Stadt gekürzt, daher überlegen wir die Förderung an gewisse Kriterien zu binden. Damit werden natürlich einige Vereine durch den Rost fallen, aber andererseits wird das Niveau angekurbelt, weil sich Vereine, um die Erfüllung der Kriterien bemühen müssen.“

BEZIRKSBLATT: Was sind Ihre Ziele als Stadtrat? Wie soll die Bilanz nach diesen fünf Jahren aus Ihrer Sicht aussehen?
HORST KARAS: „Mein großes Ziel ist es, mehr Freiräume für die Menschen, und nicht nur für die Jugend zu schaffen. Damit geht die Schaffung von Rückzugs- und Entspannungsmöglichkeiten einher. Das heißt nicht die Errichtung von Parks, sondern Möglichkeiten zu sich selbst zu finden, was auch immer das für jeden Einzelnen bedeutet, seien es nun Konzerte, Aktivität, Bewegung, etc. Und dann wäre mir noch wichtig Politik nicht in erster Linie als Parteipolitik zu sehen, sondern Maßnahmen im Sinne des Ganzen zu setzen.“

Horst Karas
Geboren am: 06.05.1966
Familienstand: geschieden
Kinder: 2
Erlernter Beruf: Offizier
Hobbys: Sport (Fußball, Marathon), Lesen
In der Politik seit: 1992
Sprechstunden: Mittwoch, 16.30 bis 17.30 Uhr (Sport) und 17.30 bis 18.30 Uhr (Sicherheit), 1. Stock, Stadttheater, Kulturamt

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