20.06.2016, 10:25 Uhr

Karin Oppeker vom Verein Schubertviertel: "Wir sind wie ein Dorf in der Stadt"

Lebt seit vielen Jahren in der Nußdorfer Straße: Karin Oppeker ist Mitbegründerin des Vereins Schubertviertel. (Foto: Hofmann-Köllner)

Nußdorfer Straße: Karin Oppeker vom Verein Schubertviertel freut sich über viele florierende Geschäfte.

ALSERGRUND. Anfang der 2000er-Jahre sah es in der Nußdorfer Straße düster aus: Zahlreiche Geschäfte wurden geschlossen und Leerstand machte sich breit. "In dieser Zeit hat sich einiges verändert. Das war sehr offensichtlich zu beobachten", sagt Karin Oppeker, die seit fast 50 Jahren in dem Grätzel um die Nußdorfer Straße wohnt.

Gemeinsam mit der Lokalen Agenda wurde nach Möglichkeiten gesucht, diesem Bezirks-teil wieder neuen Glanz zu verleihen. "Dank einer Projektgruppe der Wirtschaftsuni und der Lokalen Agenda haben wir dann dem Grätzel eine ganz neue Identität, ein sogenanntes Branding, gegeben", so Oppeker.

Seit zwei Jahren gibt es den Verein Schubertviertel, der dem Grätzel um die Nußdorfer Straße ein neues Flair verleiht. "Unsere Devise ist, dass die Leute vor Ort kaufen sollen. Dann bleibt viel Energie in unserem Viertel", sagt Oppeker, die auch Mitbegründerin des Vereins Schubertviertel ist.

Im Grätzel freuen sich die Bewohner über die große Vielfalt bei den Geschäften. "Für Dienstleistungen und Nahversorgung ist hier bestens gesorgt. Wir sind eine der wenigen Straßen, in denen es noch einen Fleischhauer gibt", so Oppeker. Außerdem gibt es einen neuen Bioladen und ein Buchgeschäft in der Nußdorfer Straße.

Dorf in der Stadt

Das Besondere am Schubertgrätzel ist seine zentrale Lage. Man ist im Nu in der Innenstadt, aber auch sofort im Grünen. "Hier herrschen ein dörflicher Charakter und eine tolle Atmosphäre. Wir sind wie ein Dorf in der Stadt", so die Alsergrunderin. Öffentlich ist die Nußdorfer Straße bestens erschlossen. Durch die Straßenbahn-Linien 37 und 38 kann man an mehreren Stellen im Grätzel ein- und aussteigen.

Verbesserungen soll es auch in Zukunft im Schubertviertel geben. "Es gibt noch ein paar leer stehende Geschäftslokale und die Anrainer wünschen sich mehr Grün. Das wollen wir in nächster Zeit verbessern", so Oppeker.
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