14.07.2016, 17:00 Uhr

Kein zweiter Lift am Stephansplatz: Volksanwaltschaft schaltet sich jetzt ein

Am Stephansplatz tummeln sich täglich tausende Menschen. Leider gibt es nur einen Lift in die U-Bahn-Station. (Foto: Foto: voyagevirtuell)

ÖVP-Politikerin Ingrid Korosec: "Das ist für eine Weltstadt wie Wien richtig peinlich"

INNERE STADT. Der geforderte 2. Lift am Stephansplatz ist in weite Ferne gerückt. Denn die Wiener Linien können die dafür notwendigen zwei Millionen Euro nicht aufbringen. „Menschen mit Behinderung, Senioren sowie Familien mit Kinderwägen werden von der Stadtregierung offensichtlich völlig im Stich gelassen“, so Senioren- und Behindertensprecherin Ingrid Korosec von der ÖVP Wien. Auch die Volksanwaltschaft habe heute auf diesen inakzeptablen Zustand hingewiesen und verkündet, dass sie ein amtswegiges Prüfverfahren einleiten wird.

„Es ist für eine Weltstadt schlichtweg peinlich, wenn Barrierefreiheit nach wie vor keine Selbstverständlichkeit ist, sondern einen „Gnadenakt“ darstellt. Das darf nicht so hingenommen werden. Dass der Bezirk das nicht allein stemmen könne, müsse den Verantwortlichen bei den Wiener Linien und der Stadtregierung wohl klar sein“, sagt Korosec.

Traurige Entwicklung

"Wenn es um PR-trächtige Aktionen geht, wird das Geld geradezu verschleudert, bei einem essentiellen Thema wie der Barrierefreiheit wird jedoch der Sparstift angesetzt. Die Stadtregierung ist aufgefordert diese Haltung dringend zu überdenken und für die Finanzierung dieses mehr als notwendigen zweiten Liftes zu sorgen“, so Korosec.

Hintergrund

Bericht: Absage für zweiten Lift am Stephansplatz
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