25.04.2016, 16:30 Uhr

Momo Kreutz: "Wir brauchen mehr Radwege im Bezirk"

Die grüne Bezirksvize Momo Kreutz fordert breitere Gehsteige und einen Radweg in der Alsergrunder Hörlgasse. (Foto: Grüne)

Die Grünen-Politikerin freut sich, dass die Zahl der Autos im Bezirk um 15 Prozent gesunken ist. Jetzt will sie den Radfahrern noch mehr Aufmerksamkeit widmen.

ALSERGRUND. Erfreuliche Nachrichten für den Alsergrund enthält eine Aussendung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ). Demnach legen die Bewohner des Alsergrunds 15 Prozent ihrer Alltagswege mit dem Rad zurück und sind damit Wiens fleißigste Radfahrer. Eine andere Statistik zeigt, dass im 9. Bezirk der private Autobesitz in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent zurückgegangen ist. Derzeit gibt es nur noch 349 privat angemeldete Autos pro 1.000 Einwohner.

„Diese Zahlen bestätigen, dass wir am richtigen Weg sind, den Alsergrund fußgängerfreundlich und fahrradfit zu machen“, sagt die grüne Bezirksvize Momo Kreutz. „Bei den nächs-ten Planungen, etwa in der Hörlgasse, müssen wir das berücksichtigen: mit attraktiver Straßengestaltung für Fußgänger und sicheren Radwegen."

Parkplatz wird Radweg

Dadurch, dass am Alsergrund jetzt weniger Autos angemeldet sind, sind in den vergangenen Jahren rund acht Kilometer Parkplatz frei geworden. Diese gewonnenen Flächen sollen vermehrt für Radwege, Baumscheiben oder zur Schaffung von Aufenthaltsräumen genutzt werden. „Wir wollen noch mehr Autofahrer dazu bewegen, auf ihr Auto zu verzichten. Dazu braucht es eine noch bessere Infrastruktur, die kurze, attraktive Wege ermöglicht, und eine sichere Fortbewegung mit dem Fahrrad“, so Kreutz.

Viel Durchzugsverkehr

Wenn man sich die vorgelegten Zahlen im Detail ansieht, dann stellt man fest, dass den ca. 14.000 im Bezirk angemeldeten Autos mehr als 100.000 Kraftfahrzeuge gegenüberstehen, die täglich durch den Alsergrund fahren. Dazu kommen noch mehrere tausend, die täglich mit dem Auto zu ihrem Arbeitsplatz am Alsergrund fahren. Dies bedeutet eine Belastung durch Lärm und Schadstoffe für die Bewohner. „Auch hier muss ein Umdenken stattfinden, der Durchzugsverkehr reduziert und in den öffentlichen Verkehr investiert werden, damit man rasch, bequem und ohne Stau zur Arbeit kommt“, so die grüne Bezirksvize.
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