04.07.2016, 14:06 Uhr

1,6 Millionen Euro: Das plant die Stadt Amstetten mit Schloss Edla

Schloss Edla hat eine bewegte Geschichte hinter sich, war Herrschaftssitz und Schule. Der Gebäudekern stammt aus dem 16. Jahrhundert. (Foto: Stadt)

Für die Amstettner soll ein offenes Haus mit multifunktionaler Nutzung entstehen.

STADT AMSTETTEN. 1.640.000 Euro werden in das Schloss Edla in Amstetten investiert. Geplant sind neben der Restaurierung die Verstärkung der Decken sowie der Einbau eines Aufzugs.

"Es freut mich, dass das Projekt auf so großes Interesse stößt und alle mit Herzblut mitarbeiten." - Bürgermeisterin Ursula Puchebner

Das Dachgeschoß wird aus Kostengründen nicht ausgebaut. Das Stadtarchiv wird, entgegen ursprünglicher Überlegungen, aufgrund des Raumangebots nicht übersiedeln. Die Keramik- und Töpferkurse der Volkshochschule werden ab dem Kursjahr 2017/18 im ehemaligen Internat der Berufsschule abgehalten. 2018/19 soll nach Abschluss der Planungen mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Bei der Nutzung der Räumlichkeiten steht die Vielfalt im Vordergrund.
„Beinahe alle von den Teilnehmern des Workshops eingebrachten Vorschläge und Wünsche können realisiert werden“, so die Leiterin der Arbeitsgruppe Vizebürgermeisterin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) über die bevorstehenden Arbeiten und den Bürgerbeteiligungsprozess im Vorfeld.

Schloss für die Amstettner

"Wenn man Menschen einbindet, fühlen sie sich damit auch verbunden", so Königsberger-Ludwig.
So sind neben einem Multifunktionsraum für circa 60 Personen, Beratungsräume, Räume für Vereinszusammenkünfte, ein Veranstaltungsraum für kleinere Ausstellungen, Kammerkonzerte und Präsentationsmöglichkeiten für die Geschichte Amstettens geplant. Für ein öffentlich zugängliches WC für Parkbenutzer wird eine Lösung gesucht.

Bedenken bei Verkehr

Positiv gestimmt zeigen sich neben SPÖ auch die anderen Parteien. Die Multifunktionalität "begrüßen wir", meint Vizebürgermeister Dieter Funke (ÖVP). Es gebe allerdings noch "einige Dinge zu überlegen und bedenken", etwa die Verkehrs- und Parkplatzsituation.

Die vielfältige Nutzung sieht auch Brigitte Kashofer (FPÖ) positiv, die allerdings eine Nutzung für Kinder bevorzugen würde. Über den Verkehr müsse man und über Gastronomie im Schloss könne man Überlegungen anstellen. Gerhard Haag (Grüne) meint, man hätte ein "wunderschönes Schloss mitten in der Stadt", somit wäre die präsentierte Nutzungsvariante der "richtige Weg". Über die Parkplatzsituation und den Verkehr müsse man sich noch Gedanken machen.

Die Verkehrssituation ist ein "ganz großes Thema", sagt Königsberger-Ludwig. Diese müsse "gut und behutsam" bedacht werden. Man könne aber einfach mehr "zu Fuß gehen", meint Roman Kuhn (Neos), der die Verwertung des Schlosses "grundsätzlich positiv" sieht. Man müsse allerdings auf das Budget achten und verweist dabei etwa auf Denkmalschutz und Instandhaltungskosten.
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