21.05.2016, 11:50 Uhr

Amstettner Tattoo-Künstler geht den Fußball-Stars "an die Haut"

Gerald Klaghammer in seinem Studio in Amstetten. "Ich mache es nicht wegen Geld", sagt der Tätowierer.

"Ich mache es aus Leidenschaft – ich will immer besser werden", so Tattoo-Künstler Gerald Klaghammer.

STADT AMSTETTEN. "Ich könnte Tag und Nacht tätowieren", sagt der 34-Jährige. "Und ich tätowiere auch fast Tag und Nacht“, lacht Gerald Klaghammer in seinem Tattoo-Studio am Hauptplatz in Amstetten.

Tätowierer der Fußball-Stars

Die Qualität dürfte stimmen, das zeigt nicht nur der volle Terminkalender Klaghammers. So ließ ihn etwa Fußballer Marco Djuricin nach London fliegen, um ihm ein Tattoo zu stechen. Naby Keita, Valentino Lazaro und Yasin Pehlivan von Red Bull Salzburg tragen genauso die Arbeit des Amstettners auf der Haut wie Christoph Martschinko von der Wiener Austria oder Philipp Zulechner (Young Boys Bern).

"Früher warst du ein Häfenbruder", meint der Amstettner, heute wäre es Kunst. Zurecht, schließlich müsse man "extrem gut zeichnen" können und das Tätowierer-Handwerk perfekt beherrschen. "Was du mit dem Stift auf Papier können musst, musst du auch mit der Nadel können", bringt es Klaghammer auf den Punkt.

Tattoos sind heute "salonfähig"

Von Tierporträts über Maori-Look bis hin zu Schriftzügen – alles, was möglich ist, wird dem, der es möglich macht, gestochen. "Irre", man müsse aber "vernünftig denken", sagt Klaghammer, der sich mit 17 Jahren sein erstes Tattoo stechen ließ.

Für manche ist es Zierde, manche möchten Narben überdecken, bei manchen sei "der Hund oder die Oma gestorben" und möchten diese Beziehung auf der Haut verewigen. Der Körper wird mit einem Tattoo schöner, vor allem aber auch interessanter, meint Klaghammer, es sei so, als wenn man ein Bild an eine weiße Wand hängt.

Der Weg zum Tattoo

Doch was sollte auf diese weiße Wand kommen? Erstens müsse man sich Gedanken über das eigene Leben machen – "was beschäftigt mich, was macht mich aus", sagt der 34-Jährige. Danach sollte man sich eine bildliche Umsetzung überlegen. Drittens: Mit seinen Vorstellungen in ein "gescheites Studio" gehen. "Es gibt auch viele Pfuscher", warnt Klaghammer, "die einfach irgendwelche Farben in die Haut der Leute stechen – Wahnsinn, was ich manchmal sehe."
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