01.09.2016, 11:29 Uhr

Flohmarkt: Amstettner gehen auf Schatzsuche

(Foto: Lions)

Die Flohmarktsaison beginnt im September. Auf die Amstettner wartet ein "Stöber-Showdown" in der Eishalle.

STADT AMSTETTEN. "Aufnehmen, sortieren, schlichten", sei die meiste Arbeit, meint Amstettens Lions-Präsident Kurt Mitterböck. Wenn sich die Türen zum Lions-Flohmarkt in der Eishalle öffnen, werden im Vorfeld wieder rund 100 Tonnen an Büchern, Kleidung, Möbeln und "Krimskrams" von den Lions, deren Familienmitgliedern und weiteren Helfern bewegt. 400 Personen sind es, die in den knapp zwei Wochen rund 8.000 Arbeitsstunden investieren.

Die Flohmarktsaison beginnt

Vom Kramen in Wolfsbach über Stöbern in Neuhofen bis zur Schatzsuche in Ybbsitz, am kommenden Wochenende startet die herbstliche Flohmarktsaison im Bezirk (Termine im "Wann&Wo"). Eine Woche später kommt es beim Lions-Flohmarkt zum großen Stöber-Showdown in Amstetten.

Von Klumpat und Raritäten

"Klumpat oder Rarität liegt im Auge des Betrachters", meint "Lion" Wilhelm Schütz. Verkauft "wird alles, was man sich vorstellen kann" – fast alles. Schließlich muss es auch transportiert werden können. Ungewöhnliches, wie eine Kaffeemaschine für das Auto, schummelt sich ebenso unter die Fundstücke in der Eishalle wie mittlerweile Ungewohntes, etwa Röhrenfernseher.

Von Suchern und Schauern

Grundsätzlich gilt, "der frühe Vogel fängt den Wurm", weiß Schütz aus Erfahrung. "Leute, die genussvoll herumstöbern, haben aber auch später noch ihre Chance", meint er. So unterschiedlich die Waren vom Instrument bis zu Sportartikeln sind, so verschieden sind die Besuchertypen.

So hält der Typ "Sucher" gezielt nach Waren Ausschau, etwa nach wertvollen Knöpfen an alten Mänteln. Der "Schauer" hingegen lässt alles ruhig auf sich wirken. Aber nicht nur Schnäppchenjäger mischen sich unter die Stöberer, auch Bedürftige finden hier günstige Kleidung oder Elektroartikel und noch mehr. Teile, die nicht verkauft werden, werden mit zwei Sattelschleppern nach Ungarn gebracht.

Was auch dort nicht verkauft werden kann, geht weiter nach Rumänien. Von den 100 Tonnen an Material bleiben lediglich sechs Tonnen an Restmüll und 600 Kilogramm an Elektromüll zurück.
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