25.07.2016, 08:59 Uhr

Leben als Missionar: Der etwas andere Job

(Foto: Wolfgang Zarl)
AMSTETTEN. „Früher kamen die Missionare aus Europa nach Afrika, jetzt kommen die Missionare aus Afrika nach Europa“, schmunzelt Simplice Tchoungang, obwohl er statt „Mission“ heute lieber „Neuevangelisierung“ sagt. Der Salesianer Don Boscos aus Kamerun wirkte mehrere Monate als Praktikant in der Salesianer-Pfarre Amstetten Herz Jesu.
Simplice kam in Afrika schon viel herum. Unter anderem wurde er vom Orden auch nach Pointe-Noire in der Republik Kongo entsandt – dort absolviert übrigens die Amstettnerin Lydia Steininger derzeit ein einjähriges Auslandsvolontariat in salesianischen Einrichtungen.
Der damalige Generalobere fragte Simplice damals, ob er nicht am „Projekt Europa“ teilnehmen wolle und bei der Neuevangelisierung Europas mithelfen wolle. Der junge Ordensmann habe damals gehört, dass es in Europa Schwierigkeiten gebe: wenige Berufungen zum Priester- und Ordensstand und wenige Jugendliche, die sich für die Kirche begeistern könnten.
Der Kameruner sehe sich selbst als „Wandermissionar“, der möglichst viel mit Jugendlichen ins Gespräch kommen wolle. Das sollte auch kein Problem sein, schließlich spricht er Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und ein wenig Portugiesisch sowie die beiden Sprachen seiner Familie Bulu und Bamilike.
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