28.09.2016, 14:28 Uhr

Lottogewinner: Amstetten am unglücklichen 109. Platz

Wetten, Sie gewinnen (nicht)? 24 Amstettner und Waidhofner knackten den Lotto-Sechser.

BEZIRK AMSTETTEN. Ein eigenes Haus im Grünen oder gar am Strand würde sich Maximilian Dorner kaufen. Diverse Organisationen unterstützen würde Anna-Lisa Scheffler, aber "einen kleinen Teil davon" würde sie schon behalten. Mit dem Geld shoppen gehen und feiern, steht für Johanna Schmidt fest. Noch unschlüssig wäre Karina Pfeiffer, was sie mit so viel Geld machen würde. Aber einige Bücher würde sie auf jeden Fall kaufen.

Lieber Glück in der Liebe

Ein Lotto-Sechser bringt nicht nur einiges an Geld ins Haus, sondern auch eine Menge Überlegungen. Dass diese vier Amstettner sich diese allerdings ohnehin ersparen, ist durchaus wahrscheinlich, denn der Bezirk ist, was Lotto anbelangt, nicht gerade von Glück verfolgt. Aber wie lautet so schön der Umkehrschluss: Pech im Spiel, Glück in der Liebe.

"Unglückliches" Amstetten

19 Amstettner knackten in den letzten 30 Jahren seit Einführung des "Lotto-Sechsers" den Jackpot. Setzt man diese Zahl in Relation zur Einwohnerzahl des Bezirks, belegt Amstetten Rang 109 von 117 Plätzen. Schlusslicht ist Hermagor mit einem Sieger, an erster Stelle liegt der erste Wiener Gemeindebezirk mit insgesamt 46 Siegern.

Das Glück ist ein Vogerl

Doch wie könnte man die Chancen verbessern? Zwar gebe es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass man bei jeder Ziehung gewinnt, sagt Mathematiker Peter Lehner. Bei derartig vielen Kombinationsmöglichkeiten sei ein Sechser allerdings "reiner Zufall", lacht er. Mathematische Tricks wie bei anderen Glücksspielen seien daher nicht möglich.

Glücksbringer für den Sechser

Vielleicht gibt es auch eine andere Formel zum Erfolg. "Türkis ist ein indianischer Glücksstein", sagt der Amazonas-Indianer Blue Jay auf der Kematner Esoterikmesse. Wichtiger sei es, "positiv zu denken und an das Glück zu glauben", sagt er.

Neues Spiel, neues Glück

Fest steht jedenfalls: "Wenn ich nicht spiele, kann ich auch nicht gewinnen", sagt Eva Schwab, die es lange mit Geburtstagszahlen versuchte und aufgab. Heute versucht sie es mit einem Quicktipp. "Wenn mir das Glück hold ist, gewinne ich auch mit einem Quicktipp", ist sie überzeugt.

Waidhofner "relativ glücklich"

Immerhin können sich die Waidhofner "relativ glücklich" schätzen. Die Statutarstadt belegt mit fünf Lotto-Sechsern Rang 18. Doch selbst als Lotto-Sieger – Geld macht, zumindest über einen längeren Zeitraum, nicht glücklich. Das sieht auch Maria Scheuch so. Die Viehdorferin betreibt eine Schenkbörse im Internet und veranstaltet Schenkmärkte. Man sollte nicht immer nur nach Materiellem streben, das "ist nicht der Sinn des Glücks und des Lebens". Vielleicht hilft das.
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