10.03.2016, 14:32 Uhr

So kann ich "nachhaltig" leben

Barbara Haslauer lebt mit ihrem Mann und Sohn in Amstetten. Alternativen zu Plastik wie Holz sind ihr besonders wichtig.

"Es sind oft Kleinigkeiten": Eine Amstettner Familie sucht Alternativen zur Wegwerfgesellschaft.

STADT AMSTETTEN. Barbara Haslauer lebt "nachhaltig". Nachhaltig hätte etwas mit dem Wert zu tun, den man in Dingen sieht. Es bedeutet, dass etwas bleibt, langlebig ist – eben nachhält, mit positivem Beigeschmack für Umfeld und Umwelt, versucht sich die Mutter eines eineinhalbjährigen Sohnes an den Begriff heranzutasten.

Wie man nachhaltig lebt

Der Begriff ist schwer zu greifen, er kann vieles bedeuten und gleichzeitig nichts aussagen. Am besten man lebt einfach danach, ist Barbara Haslauer überzeugt, so weit und gut es eben möglich ist.
So nimmt sie etwa Stoffwindeln, anstatt den handelsüblichen Markenprodukten, verwendet statt dem Plastik-Baby-Flascherl eines aus Edelmetall und statt Kinderteller- und -löffel aus Plastik etwa einfach welche aus Holz.

Die Kleinigkeiten des Lebens

"Es sind oft Kleinigkeiten", so Haslauer. Man brauche nicht jede Saison eine komplett neue Garderobe. Kleidung kann nicht nur länger getragen werden, aus altem Gewand könne man auch einfach etwas Neues machen bis hin zum Putzfetzen als letzte sinnvolle Verwendung, ist sie überzeugt.

Der Mittelweg als Lösung

Die Familie sucht Alternativen zur Wegwerfgesellschaft. Man braucht nicht drei Paar billige Schuhe, wenn es ein gutes Paar auch tut, sagt die 28-Jährige. Sie sei bereits damit aufgewachsen, erzählt sie. Früher, bei den Großeltern, wäre das ganz normal gewesen. Was man früher vielleicht einfach als Sparsamkeit bezeichnet hätte, ist heute wieder gesellschaftsfähig, so Haslauer.

Es brauche allerdings einen Mittelweg, "sonst würde man schnell frustriert aufgeben", meint sie. Ein plastikfreier Lebensmitteleinkauf sei eben als Familie nicht möglich. "Man darf keine Wissenschaft daraus machen", ist die Amstettnerin überzeugt, es muss praktikabel sein, man muss sich dabei wohlfühlen – es muss einfach funktionieren. "Man kann alles übertreiben", so die 28-Jährige. Mehraufwand sei es keiner, findet sie: "Man macht die Dinge irgendwann automatisch."


Mehr Infos zu einer nachhaltigen Lebensweise finden Sie auf: www.wir-leben-nachhaltig.at
Hier geht es zum Blog von Barbara Haslauer.
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