08.03.2016, 16:49 Uhr

Wahl: "Der Präsident geht um"

Kleintierzüchter Johann Lischka wartet ab, für wen die Stunde am 24. April schlägt. (Foto: Dietl-Schuller)

Diese Eigenschaften würden sich Amstettner Amtsinhaber vom künftigen Bundespräsidenten wünschen.

BEZIRK AMSTETTEN. Bei der Wahl zum Bundespräsidenten werden vermutlich sechs Kandidaten antreten – so viele wie noch nie. Überhaupt ist Österreich das Land der Präsidenten. Kleintierzüchter, Hobbykicker bis hin zu Blasmusikanten – alle legen die Führung in die erfahrenen Hände ihrer Präsidenten.
Die BEZIRKSBLÄTTER haben die „Präsis" im Bezirk besucht und sie gefragt, was gute Anführer ausmacht.

Ein Mann, eine Vision

Wichtig sei eine "Vision", meint Rene Bremböck, Präsident der Amstetten Falcons. Man muss Dinge ansprechen, "die Leute nicht so gerne hören", muss die Richtung vorgeben, muss motivieren können und muss gleichzeitig Fingerspitzengefühl beweisen, so der Basketballer.

Erfahrenheit, Kraft, Energie

"Zuhören ist für mich das Wichtigste", sagt Alfred Weichinger sen. Lösungen suchen und finden, sei das "um und auf", so der Präsident des NÖ Eisstockverbandes und Obmann des ESV Allersdorf. Man dürfe nicht nur das Gefühl geben, helfen zu wollen, sondern müsse wirklich helfen. Als Bundespräsident müsse man erfahren und vital sein, der noch die Kraft und Energie aufbringen kann, so Weichinger.

Volksnahe und repräsentativ

"Volksnähe ist wichtig, und auf die Leute zugehen", findet Johann Lischka, Obmann des Kleintierzüchtervereins Ybbstal.
"Repräsentator nach außen, Motivator, Trainer, Coach und eine Schulter zum Ausweinen", ist Alexander Riess, Obmann der Volksbühne Waidhofen. Als Präsident würde er gleich einmal die "Zettelwirtschaft minimieren" und sich dann selbst abschaffen.
Bei Johann Galbavy, Präsident des Lions Club Waidhofen Eisenwurzen bleibt die Partei "vor der Türe". Er findet, dass ein Bundespräsident die Parteien zum Miteinander anhalten soll. "Als Bundespräsident würde ich die Bürokratie auf ein gewisses Maß bringen", so Galbavy.

Die Wünsche der Frauen

"In Führungspositionen braucht es ein Zusammenspiel von Vertrauen im Team, Organisationstalent, die Fähigkeit schnell Entscheidungen zu treffen und auch dazu zu stehen", findet die Kematnerin Iris Schrattbauer, Präsidentin des Lions Club Mostviertel. Menschenkenntnis sei ein wichtiger Punkt, um in Führungspositionen erfolgreich sein zu können, erklärt die Aschbacherin Irmgard Pöll. Sie ist Geschäftsführerin von SAM NÖ, der Trägerorganisation der niederösterreichischen Sozialmärkte. Offen, loyal, geschlechtergerecht, diplomatisch, verantwortungsbewusst, standhaft, mit Rückgrat, einem Werteverständnis und Manieren, würde sich die Oederin Anna Rosenberger, Diözesanvorsitzende der katholischen Frauenbewegung, wünschen.
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