VP-Bürgermeister fordern rasche Umsetzung des Ybbstal-Radweges. SP-Bürgermeister Gratzer dagegen.
YBBSTAL. (AK) Mit einer Resolution wollen die VP-Bürgermeister der Region den Druck auf das Land NÖ erhöhen, den Ybbstal-Radweg rasch umzusetzen. SP-Bürgermeister Gratzer spricht sich dagegen aus.Die Bürgermeister Martin Ploderer (Lunz/See), Josef Hofmarcher (Ybbsitz), Leopold Hofbauer (Opponitz), Wolfgang Mair (Waidhofen/Ybbs) und Franz Heigl (Göstling) sprechen sich für einen durchgehenden Radweg von Waidhofen/Ybbs nach Lunz/See unter Einbeziehung der Bahntrasse der Ybbstalbahn aus. „Es gibt jetzt die einmalige Chance, die freiwerdende Trasse der Bahn zu nutzen und eine entscheidende Weichenstellung zu setzten“, ist sich Waidhofens Bürgermeister Mair sicher, dass sofort gehandelt werden muss.
Die Volkspartei wird daher in den betroffenen Gemeinden bei den kommenden Sitzungen eine Resolution an die NÖ Landesregierung in die Gemeinderäte einbringen. Diese fordert, die Investitionen in den Ybbstal-Radweg jetzt freizugeben und zu tätigen und die Umsetzung umgehend zu beginnen.
„Wenn wir in der Region jetzt zögern und zuwarten, geht uns eine Jahrhundertchance verloren und das wollen wir VP-Bürgermeister nicht“, so der Ybbsitzer Bürgermeister Hofmarcher.Einer raschen Umsetzung dieses Radwegkonzeptes kann Hollensteins Bürgermeister Franz Gratzer (SPÖ) nichts abgewinnen, einerseits weil dieses Konzept die Einbeziehung eines Teils der Bahntrasse beinhaltet und die Gemeinde Hollenstein für den Erhalt der Schienenstruktur der Ybbstalbahn, die sie inklusive dem fahrenden Material übernehmen möchte, eintritt, andererseits aus Kostengründen. „Man weiß noch nicht, was das kostet und ob es sich rechnet. Ein derartiges Projekt gehört ordentlich durchkalkuliert“, so Gratzer und weist darauf hin, dass die Erhaltungskosten an den Gemeinden hängen blieben.
Hollenstein: Resolution abgelehnt
Die VP-Resolution wurde auch im Hollensteiner Gemeinderat vergangene Woche eingebracht, jedoch nicht angenommen. Gegenüber einem Radweg durchs Ybbstal zeigt sich Gratzer jedoch nicht abgeneigt, dieser müsse aber parallel zur Bahn verlaufen. „Im Bereich des Ofenloches ist das zwar baulich problematisch“, so Hollensteins Bürgermeister, „wenn man will ist es aber auch da möglich.“
Neben der Gemeinde Hollenstein zeigt sich auch die Ybbstalbahnentwicklungsgenossenschaft (YEG) weiter an einer Übernahme der Bahnstrecke interessiert.
Mit Ende September endete die Frist für Übernahme-Interessenten. Am 15. Oktober ging die Angebotsfrist zu Ende. Nach Angaben der Geschäftsführung der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) werden diese Angebote derzeit geprüft. In weiterer Folge sollen Abklärungsgespräche mit den Anbietern durchgeführt werden. Die Ergebnisse sollen in etwa zwei Wochen präsentiert werden.




NUR EIN RADWEG MIT DER BAHN MACHT SINN
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!
Ich ersuche Sie dringend, Ihre Fehlentscheidung zu korrigieren und die
an Sie von den Experten des Landes vorgelegten Zahlen zu überprüfen.
Es würde die Jahrhundertchance schlechthin für das Ybbstal,die
auf das gesamte Mostviertel ausstrahlen wird, vertan. Es ist weit und breit
kein Ersatz für die Lebensader Ybbstalbahn sichtbar, nur ein überregionaler
Bahntourismus kann die für unsere mittelständischen Betriebe dringend
nötige,namhafte Frequenz schaffen.
Ein Radweg auf der Bahntrasse wäre eine teure Fehlinvestition, die
laufend Geld kostet bei minimaler Wirkung. Das abwechslungsreiche
Möglichkeiten bietende vorhandene Radwegnetz, - mit Roll und
Bergstrecken - mit der Tourismusbahn verbunden ist die Lösung, weil
damit überregionale Frequenz geholt wird. Das für den Radweg
veranschlagte Budget reicht für die nötigen minimalen Radwegkorrekturen
der Rollstrecke und dem Start der Tourismusbahn. Besonders wichtig ist,
dass man im Frühjahr betriebsbereit sein kann. Mit der NÖVOG als
Partner, wäre das z.B. mit Sicherheit möglich. Kompetente Freiwillige
stehen zum Einsatz für die Region bereit!! Diskutieren wir über das "
Dr.Fellner - Dr.Vohla Tourismusbahnkonzept" siehe:www.bahn-ab.at und
bereichern wir es mit den Wünschen der Bevölkerung und der Wirtschaft:
Weitere Vorteile sind, dass wir damit die seit dem Stillstand der Bahn
verloren gegangenen Bahntouristen - 7oooo ! - wieder zurückgewinnen
können, Kulturgut mit einem international doppelt so hohem
Bekanntheitsgrad wie das Ybbstal selbst und damit einmaligem
Alleinstellungsmerkmal erhalten und klimarelevante Aktivitätemn nicht
verbauen, die beispielhafte Projekte des Landes wertvoll unterstützen,
wie die E-Mobililtät und die Vorhaben für energieautarke Regionen
ergänzen. Schaffen wir mit der Tourismusbahn den ersten Schritt für
eine Lebensader durch das lange Tal, welche der kleingliedrigen
Wirtschaft und der Kulturlandschaft dient und in eine qualitätsvolle
Zukunft mit mehr Arbeitsplätzen vor Ort führt!
Freundliche Grüße
Hans Kirchmayr ehem. Obmann der WK Amstetten.