29.06.2016, 15:14 Uhr

Starköchin Sarah Wiener zu Gast an der Bergbauernschule Hohenlehen

Auch der Schulstall wurde besichtigt: Sarah Wiener, Fachlehrer Franz Reiterlechner und Fachlehrerin Maria Ottenschläger. (Foto: Jürgen Mück)

Bio-Betrieb Hohenlehen kooperiert mit Köchin Sarah Wiener

HOHENLEHEN. Sarah Wiener, eine der wohl bekanntesten Köchinnen im deutschen Sprachraum, stattete der Bergbauernschule Hohenlehen einen Besuch ab, um sich über den biologisch geführten Schulbetrieb eingehend zu informieren. „Wiener interessierte sich neben dem schulischen Ausbildungsangebot besonders für den Schulstall, die Schafhaltung, den Schlachtbetrieb und den Ab-Hof-Laden", so Direktor Leo Klaffner. "Vor allem auch deswegen, wie sie seit kurzem selbst Besitzerin eines Bio-Gutes in Brandenburg ist“, erklärt der Direktor.

Kooperation mit Wiener

„Bei der Gelegenheit schlossen wir auch eine Kooperation, damit unsere Schüler auf ihrem Betrieb eine viermonatige Fremdpraxis absolvieren können", berichtet er und meint, dass "die Schüler von diesem Auslandsaufenthalt stark profitieren werden“. Auch bei der Eröffnung des neuen Schlossteiches der Schule war die Koch-Prominenz dabei und zeigte sich über die anlaufende Fischzucht sehr begeistert.

Ein gemeinsames Credo

„Bei diesem ersten Arbeitsgespräch verstand man sich auch deswegen sehr gut, weil Wieners Credo ident ist mit dem der Bergbauernschule Hohenlehen: Produkte aus der Region, möglichst wenig Verarbeitung, Essen im Einklang mit der Jahreszeiten, artgerechte Tierhaltung, keine Pestizide, keine Monokulturen, keine Hochleistungszüchtung und keine Gentechnik", erklärt Tierzuchtlehrerin Maria Ottenschläger. "In Summe eine zukunftsweisende Strategie, welche auf die Menschen, die Tiere, die Natur und die Ressourcen Rücksicht nimmt“, ist sie überzeugt.

Die "gute Küche" als Ziel

„Fleisch aus Massentierhaltung ist nur billiger, weil weder die Kosten für die Umwelt noch die schädlichen Auswirkungen auf künftige Generationen eingerechnet werden“, betont Sarah Wiener. Dabei geht es um gute Küche, nicht um Sterneküche. Es geht um einen demokratischen Zugang zu gesunder und gut schmeckender Ernährung. „Gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“ lautete das Motto ihrer 2007 gegründeten Stiftung.
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