Kräuter, Heilige und jede Menge Heu
Die ersten Anna-Tage in Annaberg standen im Zeichen wohltuender Heilkraft und Stille der Natur
ANNABERG (sys). "Wenn man mit offenen Augen über eine Wiese geht, bemerkt man die Vielfalt an Gräsern und Kräutern, die uns Menschen guttun." Maria Höll, Obfrau des Tourismusverbandes Annaberg-Lungötz begleitet eine Gruppe interessierte Wanderer auf einer Kräuterwanderung in Annaberg. Naturverbunden aufgewachsen, 40 Jahre lang selber Bäuerin am Mandlhof in Annaberg und nach Absolvierung eines Kräuterlehrgangs ist sie jetzt im Rahmen der Anna-Tage unterwegs, um ihr Wissen weiterzugeben.
Die Anna-Tage wurden heuer erstmals vom Tourismusverband ins Leben gerufen. Alle "Annas" aus Nah und Fern wurden herzlich eingeladen, am interessanten Programm teilzunehmen. Neben der Kräuterwanderung mit Maria Höll geht es am nächsten Tag über den neu gestalteten HeuART Weg Richtung Kopfberg. "Hier bereichern viele der aufwändigen Heufiguren, die anlässlich der HeuART Feste der letzten Jahre entstanden sind, den Weg auf interessante Weise", meint Martha Dullnig, Büroleiterin des TVBs. Und wirklich, hinter der nächsten Ecke taucht Alex, der Löwe aus dem Erfolgsfilm "Madagascar" auf, daneben ein Heu-Hasenstall, dessen Bewohner in friedlicher Co-Existenz zum Raubtier aus getrocknetem Gras leben.
Weiter geht es zum neuen Treppensteig und von dort zum Gipfel des Kopfbergs. "Es ist ein b´sonderes Platzl hier heroben, viele Einheimische sprechen von einem Kraftplatz", meint Maria Höll. Der Tourismusverband ließ aus duftendem Zirbenholz Mutter Anna schnitzen, ihr Platz wird dann hier heroben sein. Momentan ist Mutter Anna noch am Mandlhof der Familie Höll, der Transport der fast 200 kg schweren Figur auf den Kopfberg kann erst nach der Heuernte erfolgen. Die Wanderung zum Kraftplatz fand aber jetzt schon großen Anklang fand, ebenso wie der Vortrag von Erika Manetzgruber vom Kräuterzentrum.
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