Polizei warnt wieder vor Dämmerungseinbrechern

Dämmerungseinbrecher schlagen zwischen 17.00 und 20.00 Uhr zu und haben es vor allem auf Geld und Schmuck abgesehen. (Foto: Gettyimages)

Bisher keine Dämmerungseinbrüche im Flachgau – Vorsicht ist aber weiter angebracht

FLACHGAU. Im Vorjahr ereigneten sich im Flachgau von Mitte Oktober bis Anfang November rund 30 Dämmerungseinbrüche. Heuer blieb der Bezirk bislang von einer derartigen Einbruchserie verschont. Laut Polizei kann aber noch lange nicht Entwarnung gegeben werden. Die Bevölkerung wird ersucht, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden.

„Auch wenn die Dämmerungseinbrüche bisher ausgeblieben sind, heißt das noch lange nicht, dass es auch so bleibt“, macht sich Winfried Stöger keine Illusionen. „Im letzten Spätherbst und Winter gab es im Flachgau etwa 70 Einbruchsdiebstähle, die in diese Kategorie fallen. Es genügen schon zwei gut organisierte Tätergruppen, um diese Zahl innerhalb von zwei Monaten wieder zu erreichen“, erklärt der Kriminalreferent des Bezirkspolizeikommandos.

Professionelle Täter
Dämmerungseinbrüche werden meist von kleinen Banden aus dem ehemaligen Ostblock begangen, die äußerst professionell vorgehen. Die Täter haben es in erster Linie auf Geld und Schmuck abgesehen. Die Einbrüche dauern in der Regel nur wenige Minuten und ereignen sich fast ausnahmslos zwischen 17.00 und 20.00 Uhr. „In dieser Zeit macht es uns der starke Berufsverkehr praktisch unmöglich, an neuralgischen Punkten wie den Kreisverkehren in Eugendorf oder Lengfelden Kontrollen durchzuführen“, sagt Kriminalist Winfried Stöger.

Der Aktionsradius der Täter ist groß. „Im Vorjahr wurden Dämmerungseinbrüche quer durch den Bezirk verübt. Betroffen waren nicht nur Eugendorf, Fürstenbrunn oder Glasenbach, sondern auch Thalgau oder Faistenau“, erklärt Stöger. Obwohl die Polizei gut vorbereitet sei, gebe es im Flachgau jedes Jahr durchschnittlich 70 bis 90 Dämmerungseinbrüche.

Mehr Polizeistreifen
Um die Täter abzuschrecken, wird die Streifentätigkeit massiv ver-stärkt. „In den Siedlungsgebieten sind jeden Tag fast flächendeckend Polizeistreifen sowohl mit Fahrzeugen als auch zu Fuß unterwegs“, sagt Stöger. Ohne die Mithilfe der Bevölkerung stehe die Polizei aber auf verlorenem Posten. „Jeder, der etwas Verdächtiges beobachtet, soll uns anrufen. Die Täter sollen schon beim Auskundschaften das Gefühl haben, wahrgenommen zu werden“, wünscht sich der Kriminalreferent des Bezirkspolizeikommandos.

Im Vorjahr konnte eine große Zahl an Dämmerungseinbrüchen nur deshalb geklärt werden, „weil ein aufmerksamer Bewohner eines Wohngebiets das Kennzeichen eines Fahrzeuges notiert hatte, das – wie er sagte – ‚nicht in die Siedlung gehörte‘“, so Stöger.
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