Zwischentief bei Firmenpleiten

„2012 kann es mit den Firmenpleiten nur bergauf gehen“, meint Erich Grausgruber. (Foto: KSV)

KSV erwartet für das kommende Jahr wieder einen deutlichen Anstieg der Konkurse

SALZBURG. Die Zahl der Firmenpleiten hat in Salzburg ein Rekordtief erreicht. Mussten im Vorjahr noch 400 Unternehmer den bitteren Gang zum Konkursrichter antreten, so waren es heuer nur 346 (- 13,5 %). Die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer sank im gleichen Zeitraum von 712 auf 480. „Dieser Rückgang um 32,5 Prozent ist die wohl erfreulichste Nachricht, die ein Gläubigerschützer haben kann“, meint Erich Grausgruber vom KSV.

Die derzeitige Entwicklung ist nicht auf Salzburg beschränkt. „Mit den Unternehmensinsolvenzen geht es in ganz Österreich steil bergab“, erklärt Grausgruber. Die Freude sei allerdings nur von kurzer Dauer: „Der Wirtschaftszyklus hat uns gelehrt, dass es im Jahr 2012 mit den Firmenpleiten nur bergauf gehen kann.“

Zweistelliger Zuwachs
Weil die Banken bei der Vergabe von Krediten und Darlehen derzeit sehr restriktiv sind, werden voraussichtlich mehr Unternehmen in Liquiditätsprobleme schlittern. Kreditschützer Erich Grausgruber geht deshalb davon aus, „dass die Firmenzusammenbrüche ab dem zweiten Quartal 2012 zweistellig wachsen werden“.
Die Privatkonkurse werden nach Ansicht Grausgrubers „eher auf hohem Niveau stagnieren“. Heuer waren 425 Salzburger (- 3 %) betroffen.
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