Katze von Jäger angeschossen und schwer verletzt

Atzenbrugg: Trasdorf | Wie bekannt wird, hat vermutlich ein Jäger am 25.06.2012, in den frühen Morgenstunden, eine Katze im Raum Trasdorf-Atzenbrugg angeschossen.
Das Tier konnte sich noch, trotz offener Bauchwunde und blutüberströmt, bis zu seiner Besitzerin nach Trasdorf schleppen.
Laut der Tierärztin hat es sich hierbei um ein Hohlmantelgeschoss gehandelt, das der Katze diese schweren Verletzungen zugefügt hat. Solche Geschosse werden nur zum reinen töten verwendet. Die Ärztin hat aufgrund dieser Tatsache Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Wie Bewohner aus der Umgebung Trasdorf, Atzenbrugg und Dürnrohr mitteilen, sind schon mehrere Haustiere, Katzen und Hunde, nach nächtlichen Ausflügen nicht mehr zurück gekehrt. Es wird vermutet, das es sich um einen sadistisch veranlagten Täter handelt, der hier sein Unwesen treibt. Ob der Täter zur Jägerschaft gehört ist derzeit noch unbekannt. Sollte es so sein, sollte man ihm sofort seinen Jagd und Waffenschein entziehen, er wäre für die Jägerschaft nur eine Schande.

Die Besitzerin hat einen offenen Brief in Facebook an den bis dato unbekannten Schützen gerichtet:

Offener Brief – an den, den es betrifft:
Raum Trasdorf – Atzenbrugg – Dürnrohr

Sehr geehrter Unbekannter !

Ich bin in dem tiefen Vertrauen, dass Sie diese Zeilen finden werden.
Entweder auf dem direkten Weg, weil Sie sie selber lesen werden ...
Facebook sei Dank ... oder auf dem indirekten:
Weil jemand den Sie kennen, oder der sie kennt ...
Ihnen möglicher Weise davon erzählen wird, weil dieser Mensch vielleicht ein Herz hat und Ihn dieser Brief berühren mag.

Mein Name ist Karin Mlak und ich möchte Ihnen folgendes mitteilen:

Heute – Montag den 25.06.2012 – haben Sie in den frühen Morgenstunden ein rotes Katzentier in Ihr Visier genommen.
Entweder nur so zum Spaß ... oder weil Sie der Überzeugung sind, dass es Ihr gutes Recht als Jäger ist, Ihr Revier von Katzen zu säubern oder auch einfach nur aus Langeweile.

Das rote Katzentier auf dessen Kopf Sie scheinbar gezielt haben ...

Dieses Katzentier hat ein zu Hause !!

Sein Name ist MERLIN und er ist ein 3 Jahre alter Kater ...
und vor allem ... er ist MEIN Kater. ....
und – so unverständlich IHNEN das vielleicht auch erscheinen mag –
ICH liebe ihn.

IN MEINEM Wesen ist das Denken oder Fühlen des bekannten Bibelzitates
„Auge um Auge – Zahn um zahn“ nicht verankert.
Daher gibt es auch nichts Böses, dass ich Ihnen wünsche!

Allerdings gibt es in meiner Welt das „Gesetz des Karma“ (= das Gesetz von Ursache und Wirkung) und somit wird auch ausgeglichen werden,
was ausgeglichen werden muss.
Wie sich IHR Leben mit dem, was Sie tun und den Ursachen die sie setzen, gestalten wird ...berührt mich nicht.

Welche Wirkung SIE mit Ihrer Ursache heute morgen jedoch gesetzt haben, möchte ich Ihnen trotzdem gerne erzählen.

Merlin – dessen Kopf Sie dankenswerter verfehlt haben, hat sich ...
ich weiß nicht von wo .... zum Sterben nach Hause geschleppt.
Sprich ich wurde aus dem Schlaf gerissen, weil er blutüberströmt auf meiner Bettdecke saß und mich nur aus großen, verzweifelten Augen anschaute ....
ohne einen einzigen Mucks von sich zu geben.
In meiner Panik sah ich im ersten Moment nur, dass sein Schweif in der Mitte zerfetzt zur Seite hing und sonst außer Blut ... nur Blut.

Erst als ich - gemeinsam mit meinem Sohn - versuchte, ihn vorsichtig in den Transporter zu schieben, nahm ich wahr, dass auch von seinem Bauch Fell – und Fleischfetzen herunterhingen.

An dieser Stelle gilt mein innigster Dank – wieder einmal – Frau Dr. Schmidl aus der Kleintierklinik Tulln, zu der wir – völlig verzweifelt - gerast sind.

Erst als Merlin unter Narkose auf dem OP-Tisch gelegen ist, wurde das gesamte Ausmaß dessen, was SIE heute Morgen versucht haben, sichtbar.

Das Projektil mit dem Sie auf seinen Merlins Kopf gezielt haben....
ist unterhalb des Brustkorbs eingedrungen...
hat um einen halben Zentimeter alle wichtige Organe verfehlt ...
dafür aber die Bauchdecke komplett aufgerissen ...
ist in den rechten Oberschenkel eingedrungen ...
hat dort - dankenswerter Weise - die Hauptschlagader nur um einige Millimeter verfehlt...
dafür klaffte an dieser Stelle eine Riesenwunde aus der der zerfetzte Muskel hing.
Ihr Projektil ist von dort weiter ... dann am linken Kniegelenk abgeprallt ...
das – wieder dankenswerter Weise – nicht zertrümmert und wurde...
und hat dann letztendlich seinen Schwanz zerfetzt.

Dass Sie ein Hohlmantelgeschoss verwendet haben, ist erwiesen ....
denn die Röntgenaufnahmen zeigen deutlich unzählige winzige Metallteile,
die sich im ganzen Körper meines Katers verteilt haben.

ICH hatte – in dem Moment – als das gesamte Ausmaß sichtbar war ...
und mir Frau Dr. Schmidl zugesichert hat, dass sie eine Chance sehen würde,
dass Merlin überlebt .... genau ein paar Minuten Zeit um mich für ...
oder gegen das Leben des Tieres zu entscheiden, dass ICH liebe.

Wobei es diese Entscheidung im Grunde genommen für mich gar nicht gibt ...
denn MEINE Entscheidung wird IMMER nur FÜR das Leben ausfallen.

Also hat Frau Dr. Schmidl augenblicklich begonnen in einer fast 3,5 stündigen Notoperation...
das Leben DES Katers zu retten ...
der für Sie einige Stunden zuvor einfach nur ein Spaßziel war.

So viel zu Merlins körperlicher Auswirkung -
die sie mit Ihrer Ursache gesetzt haben.

Da ICH allerdings vor einiger Zeit meine Arbeit verloren habe,
und im Moment eine AMS -Unterstützung von 830 Euro im Monat beziehe,
hat die Ursache, die SIE gesetzt haben noch weitere Auswirkungen für mich.

Das Leben des Tieres zu retten ...
das SIE heute Morgen einfach vernichten wollten ...
das ICH allerdings liebe ... hat heute Kosten von 636 Euro verursacht...
und wird – inklusive der Nachbehandlung ...
in etwa auf die Summe kommen,
die mir im Moment als monatliches Einkommen zu Verfügung steht.

Und Sie brauchen an dieser Stelle, nicht einmal ansatzweise darauf hinweisen, dass ich ihn ja auch sterben lassen hätte können und somit mit in etwa 100 Euro besser ausgestiegen wäre !!

Somit ist die Wirkung DER Ursache,
die Sie in Ihrer reinen Mordlust gesetzt haben ...
für mich derzeit überhaupt noch nicht absehbar.


Also wenn Sie das nächste Mal Ihre Waffe auf ein Katzentier richten ...
das IHRER Meinung nach keine Berechtigung zum Leben hat ...
dann mögen Sie bitte zumindest kurz innehalten und bedenken,
dass SIE gerade im Begriff sind, eine Ursache zu setzen ...
deren Wirkung sie nicht einmal ansatzweise ermessen können.

Karin Mlak

Wer der Frau helfen will, kann hier entweder eine Nachricht hinterlassen oder an die Mailadresse: office@ipsp.at schreiben.

DANKE!
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5 Kommentare zum Beitrag
136
Peter S. Andrè aus Zistersdorf am 26.06.2012 um 20:46 Uhr  
9
Elisabeth Emami aus Linz am 27.06.2012 um 12:53 Uhr  
6
Karin Mlak aus Atzenbrugg am 27.06.2012 um 15:37 Uhr  
6
Jana Sämann aus Atzenbrugg am 28.06.2012 um 20:05 Uhr  
6
Martina Blaese aus Abfaltersbach am 01.07.2012 um 13:07 Uhr  
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