Schrittweise den Lückenschluss nach Gornja Radgona auf Schiene bringen
Bad Radkersburg: Bahnhof | Für die Zugverbindung von Bad Radkersburg nach Gornja Radgona gab es weitere Schritte.
walter.schmidbauer@aon.at
Der Architekt Reinhard Probst und Armin Klein von der Initiative „Freunde der Radkersburger Bahn“ arbeiten zügig an der Verwirklichung der Idee einer Zugverbindung von Bad Radkersburg über die Mur nach Gornja Radgona weiter.
Probst hat Planungsunterlagen zur „Neuen Radkersburger Bahn“ erarbeitet, die bereits einigen Entscheidungsträgern vorgelegt wurden. „Wir waren schon im Büro des zuständigen Landesrates Gerhard Kurzmann und haben dort nicht nur großes Lob für diese Idee erhalten“, erzählt Klein. Walter Rauch vom Büro Kurzmann hob vor allem die ausgereifte Projektierung mit gediegener Umsetzung der Details hervor. Kurzmann zum Projekt: „Für den Güter- und Personenverkehr wäre ein Anschluss ans slowenische Netz in diesem Bereich natürlich interessant. Durch die Einsparungen, von denen jedes Ressort betroffen ist, kann dieses Projekt zurzeit aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden.“
Für die Projektinitiatoren gibt es noch die Empfehlung, die beiden Landtagsabgeordneten Anton Gangl und Martin Weber in die Sache einzubinden. Klein kann sich von dieser Seite auch durchaus noch mehr Unterstützung vorstellen: „Vielleicht können sich die beiden, nachdem sie jetzt wissen, worum es geht, etwas mehr für dieses Projekt einsetzen. Bisher waren ihre Meldungen in den Medien ja eher belanglos.“
Förderprojekt initiieren
Ein Meeting gab es auch bereits in der Stadtgemeinde Bad Radkersburg. Bürgermeister Josef Sommer ließ sich aus terminlichen Gründen von Vizebürgermeisterin Anna Mir und Stadtamtsdirektor Franz Brandner vertreten.
Brandner erklärte, dass man im Zuge der Raumordnung versuchen wird, eine Bebauung der geplanten Trasse in den nächsten 15 Jahren nicht gerade zu fördern, um die Option für diese Streckenvariante offen zu halten. Einige Grundstücke sind zwar landwirtschaftlich genutzt, aber als Bauland ausgewiesen. Diese müssten auch entsprechend abgegolten werden.
Brandner möchte auch versuchen, über die Fachabteilung 16 der Landesregierung ein Förderprojekt zu initiieren. „Wenn das kein förderungswürdiges EU-Projekt sein soll, was dann?“, fragt sich Anna Mir.
Zur Unterstützung von slowenischer Seite meint Klein: „Die Variante nach Murska Sobota wurde von den dortigen Lokalpolitikern bereits ad acta gelegt, andererseits befürwortet Anton Kampus aus Gornja Radgona den Lückenschluss.“
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