01.09.2016, 16:38 Uhr

ARBÖ befreite Hund aus heißem Auto

(Foto: Foto: ARBÖ)
TRAISKIRCHEN. Der 1. September wird dem Frauchen von Anubis noch lange in Erinnerung bleiben. Die Frau hatte versehentlich ihren Autoschlüssel im Auto "eingesperrt". Im heißen Auto, das am Lidl-Parkplatz in Traiskirchen abgestellt war, saß aber auch ihr Hund.
Die Hundehalterin stand mit der Tochter draußen und war hilflos der Situation ausgesetzt. Was tun? Wie konnte man Anubis, der schon winselte, befreien? Wie ins Auto gelangen?
Schließlich griff die Frau zum Handy und rief den ARBÖ Pannennotruf 1-2-3. Einsatzleiter Christian Müller traf kaum drei Minuten später ein, um bei der Befreiung zu helfen. Für ihn ist es keine Seltenheit, dass Fahrzeuglenker versehentlich ihre Schlüssel im Auto einsperren.
Glücklich und mit Wasser versorgt wurde ein Erinnerungsfoto mit Anubis und dem Retter geschossen. Allen geht es wieder gut.

ARBÖ: Hitze macht Auto zu Todesfallen

Kinder und Tiere nie im Fahrzeug zurücklassen - ARBÖ-Hitze-Tipps
Die schwitzenden Wetterfrösche prognostizieren für die kommenden Tage weiterhin Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Im Innenraum des Autos können die Werte sehr rasch bis zu 70 Grad ansteigen: "Lassen Sie Kinder oder Tiere an heißen Tagen niemals im Auto zurück. Nicht mal ein leicht geöffnetes Seitenfenster kann verhindern, dass die Innentemperatur derart rapide steigt, dass schon nach zehn Minuten absolute Lebensgefahr besteht.“
Viele denken, wenn sie das Auto im Schatten parken und schnell einkaufen gehen, wird das Risiko minimiert. Das ist nicht der Fall, denn die Sonne wandert, das kann lebensgefährliche Auswirkungen auf Kind und Hund haben. Pro Minute steigt die Innentemperatur eines in der Sonne parkenden Autos um ein Grad Celsius! Durch groß dimensionierte Windschutz- und Heckscheiben wird dieser "Glashauseffekt" auch noch gefördert, die Farbe des Autos spielt dabei keine Rolle. "Absolute Lebensgefahr für Kind und Tier", warnt der ARBÖ-Sprecher Obrecht. "Wer bei brütender Hitze eingeschlossene Kinder oder Tiere sieht, sollte unverzüglich Polizei oder Rettungsdienste alarmieren!
Um gut durch die heißen Tage zu kommen, hat der ARBÖ einige Tipps zusammengestellt:
Direkte Sonneneinstrahlung mindern. Wenn möglich einen schattigen Parkplatz suchen und dabei nicht darauf vergessen, dass die Sonne weiterwandert. Sollte dies nicht möglich sein, Sonnenblenden, die hinter die Windschutzscheibe gelegt werden, mindern die Sonneneinstrahlung auf das Armaturenbrett und ein brennend heißes Lenkrad, aufgeheizte Schalthebel und glühende Sicherheitsgurtschnallen werden vermindert.
Handtuch oder Leintuch über den Kindersitz legen. Auch das mindert die Hitze. Kinder trotzdem niemals sofort in den Kindersitz setzen - immer mit der Hand testen, ob man das Kind dabei "verbrühen" könnte.
Viel Trinken! Alkohol ist dabei klarerweise zu vermeiden. Am besten zwei bis drei Liter Mineralwasser, Limonaden, Fruchtsäfte oder Tee trinken. Achtung bei isotonischen Getränken: Ein Drink pro Stunde ist genug. Ansonsten wird der Körper zu sehr aufgeputscht. Nicht vergessen: Kinder brauchen mehr Flüssigkeit als Erwachsene, damit sie keinen gesundheitlichen Schaden davontragen.
Magen nicht belasten. Auf fettreiche Mahlzeiten verzichten, da dies die Konzentrationsfähigkeit verringert und ermüdet. Besser ist leichte Kost die leckere Salate, magerer Schinken, Käse, Obst, Vollkorngebäck, knackiges Gemüse.
Sitzlehnen wenn möglich umklappen. Sitzlehnen so klappen, dass sie nicht frontal von der Sonne beschienen werden.
Gut durchlüften. Nicht ins glutheiße Auto einsteigen und wegfahren, zuerst alle Fahrzeugtüren öffnen und kurz durchziehen lassen.
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