05.05.2016, 09:00 Uhr

Der "Locky" Virus schlägt zu

Gruppeninsp. Andreas Langer (l.) und stellv Leiter des Kriminaldienstes Chefinsp. Günther Skrianz. (Foto: Lorenz)
BEZIRK BADEN. Der gefürchtete „Locky-Virus“hat nun auch im Bezirk zugeschlagen. „Es handelt sich bei diesem Virus um einen Verschlüsselungstrojaner der die Dateien eines mit ihm  infizierten Rechners verschlüsselt und somit für den Anwender unbrauchbar macht“, erklärt Chefinspektor Günther Skrianz. Benutzer von PCs in Baden, Bad Vöslau, Leobersdorf, Hirtenberg und Ebreichsdorf machten mit dem Virus schon unliebsame Bekanntschaft. Sie alle bekamen ein Mail, mit der Endung ….DHL, oder ….post. „Mit  schlechtem, manches mal unverständlichem Deutsch wird der über eine Paketsendung informiert und aufgefordert den Anhang zu öffnen oder auf das Feld „Anwendung“ zu klicken“, erzählt Gruppeninspektor Andreas Langer.

Aufforderung zum Bitcoin-Kauf

Allerdings gibt es in Deutschland schon Locky-Viren, die in der Zwischenzeit gutes Deutsch gelernt haben. Folgt der Anwender diesen Aufforderungen, ist es auch schon passiert: Dateien sind mit dem Virus infiziert und somit unbrauchbar. Nach der Verschlüsselung haben die unbrauchbaren Dateien die Endung „.locky“. Ist der Computer nun infiziert, erscheint am Bildschirm die Aufforderung Bitcoins, meist um die 300 Euro, anzukaufen. Nach Bezahlung dieser Summe würden die Daten des Computers wieder freigegeben werden. „Was auch öfter wirklich passiert“, sagt Skrianz. „Es gibt derzeit noch keine Möglichkeit, die Dateien wiederherzustellen“, erklärt Langer. „Zusammenfassend kann man nur raten sich mit den neuesten Antivirenprogrammen zu schützen, wichtige Dateien auf eine extra Festplatte zu speichern und bei Unklarheiten den Absender anzurufen“, rät der Kriminalbeamte.
 
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