12.10.2016, 16:14 Uhr

„Haidlhof“ in Wort und Bild

Freuen sich über den großen Anklang, dass das Haidhof-Buch und das Haidlhof-Modell hervorgerufen hat: Augustine Brötzenberger, Altbürgermeister Alfred Flammer, Dr. Silke Ebster, Heinrich Schöberl, Bgm. DI Christoph Prinz, Reg.-Rat Johann Redl, Traude Redl, Dr. Ludwig Huber. (Foto: predota)
BAD VÖSLAU (Text und Fotos: Werner Predota). Im überfüllten Festsaal des Bad Vöslauer Rathauses hat am vergangenen Freitag (7. Oktober 2016) der anerkannte Hobby-Heimatforscher Reg.-Rat Joahnn Redl sein Buch über die jahrhundertealte Siedlung „Haidlhof“ präsentiert.
Schon in seiner Begrüßung erwähnte Bürgermeister DI Christoph Prinz einige weitgehend unbekannte Informationen zu der ehemaligen Meierei „Haidlhof“. So waren in den 30er-Jahre des vorigen Jahrhunderts in Haidlhof mehr als 300 Menschen beschäftigt und wäre in heutiger Zeit damit der größte Betrieb von Bad Vöslau. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr Haidlhof – so Prinz – durch die Ansiedlung des Lehr- und Forschungsguts Kremesbergder Tierärztlichen Hochschule und die interuniversitäre Forschungsstation.
Johan Redl versuchte dann, unterstützt von Lichtbildern, einen genaueren Eindruck zum Thema „Haidlhof“ zu vermitteln. So war Haidlhof im frühen 18. Jahrhundert eine kleine Ortschaft mit 8 Häusern. Erst mit der Meierei und einem großen Dampfsägewerk sowie einer chemischen Fabrik, die Baumharz (Pech) verarbeitet hat, erreichte Haidlhof einen wirtschaftlichen Höhepunkt. Außerdem hatte die Land- und Forstwirtschaft mit dem Gut Merkenstein einen besonderen Stellenwert besessen. Das Buch von Johann Redl weiß natürlich ungleich mehr zu diesem ehemaligen Ortsteil von Großau zu erzählen. Übrigens, Fixpunkt damals wie heute ist das 105 Jahre alte Haidlhofer Gasthaus, aus dem eine empfehlenswerte Jausenstation geworden ist.
Besonders anschaulich zeigt ein Modell von Haidlhof um 1945, das vom ehemaligen Bewohner Heinrich Schöberl und seiner Partnerin Augustine Brötzenberger in mühevoller Kleinarbeit gebaut wurde und bei den vielen Besuchern besondere Aufmerksamkeit gefunden hat.
Das Buch „Haidlhof – Ein Platz mit Geschichte“ von Johann Redl ist nicht nur eine Fundgrube lokaler Geschichte, sondern wird auch mit Beiträgen von Dr. Werner Pohl, Leiter des Lehr- und Forschungsutes Kremesberg der VetMed Uni Wien, und Dr. Ludwig Huber, Leiter der Vergleichenden Kongnitionsforschung an der VetMed Uni Wien, fachkundig ergänzt.
Interessierte können das Buch in der Bürgerservicestelle der Stadtgemeinde Bad Vöslau zum Selbstkostenbeitrag von 11 Euro erwerben.
Text und Fotos: Werner Predota
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