13.07.2016, 00:01 Uhr

Senioren-Aufstand gegen VOR-Tarife

BEZIRK BADEN. Der Verkehrsverbund-Ostregion-Sprecher Georg Huemer ist überzeugt: "Die meisten Kunden werden von der Tarifumstellung preislich nichts merken." Viele VOR-Kunden merken doch was und beschweren sich über nicht nachvollziehbare Verteuerungen von zum Teil über 50 Prozent.

Politik interveniert

Dem schließen sich auch die Grünen in der Landesregierung an - sie fordern "Nachbesserungen". Eine Resolution der SPÖ Baden, die am 4. Juli einstimmig im Gemeinderat beschlossen wurde, geht in dieselbe Richtung. Die Badener Citybus-Tarife bleiben im Übrigen gleich. In den Bezirksblättern äußerten sich unter anderen die Senioren Antonius Keet aus Möllersdorf und Elfriede Schartl aus Kottingbrunn erbost über die Steigerungen. Beispiele gefällig? Kottingbrunn - Baden kostete bisher 2,20 Euro, nun 3,30 Euro - plus 50 %. Elfriede Schartl: "Dass man für den Seniorentarif aber extra eine kostenpflichtige Senioren-Card brauche, bringt mir nichts, zumal ich nur hin und wieder mit Öffis fahre." Auch Antonius Keet versteht die Welt nicht mehr: "In Wien kostet die 'Gemeindekarte' € 2,20 (für Senioren € 1,40) für ca. 20 Kilometer. Bei uns kostet die 'Gemeindekarte' auch € 2,20 (für Senioren € 1,30) allerdings nur für 1,2 Kilometer!"

"Unterwegs im Verbund"

Dennoch sieht VOR-Sprecher Georg Huemer nur Vorteile für ältere Menschen: "Bisher waren sie im Haustarif der einzelnen Unternehmen unterwegs, nun im Verbund. Eine Tageskarte für SeniorInnen zwischen A und B gilt nun den ganzen Tag inklusive Fahrtunterbrechung für jedes Öffi in diesem Abschnitt."

"365 €-Ticket unfinanzierbar"

Der Forderung der Grünen nach einem einfachen 365 Euro-Jahresticket erteilt der VOR aber als "unfinanzierbar" eine Absage.
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