07.09.2016, 00:00 Uhr

"So fasste ich den Uhrenklinik-Räuber"

BADEN (lorenz). „Als ich Sie auf mich zukommen sah, wusste ich, es ist aus“, sagte der Räuber (39) resigniert nach seiner Verhaftung zum Kriminalbeamten Harald König von der Stadtpolizei. Vier Tage nach seinem Überfall auf die Uhrenklinik am Rainerring war der Täter gefasst. „Ich war damals auf Streife in der Fuzo, wurde alarmiert und raste zum Tatort“, erinnert sich König. „Das Geschäft war von innen versperrt, die zwei Angestellten unter Schock“, erzählt König weiter. "Ich musste die Überfallenen erst mit meiner Dienstmarke überzeugen, um ins Geschäft zu kommen." Eine sofortige Alarmfahndung wurde nach zwei Stunden erfolglos abgebrochen. Dann die Kripo-Kleinarbeit: Waffengeschäfte kontaktieren, Hotels und Pensionen überprüfen; man hatte ja eine (vage) Täterbeschreibung. Der Kriminalist wusste auch, dass der Täter Inländer war. Es langte ein Hinweis ein, ein Mann hätte in einem Park eine Gaspistole hergezeigt. König überprüfte diesen Mann, er war vorbestraft und erst am 18. August aus dem Gefängnis entlassen worden. Da schloss sich der Kreis. Der Verdächtige gestand, er habe sich gleich nach seiner Haft eine Gaspistole gekauft und damit eine Woche lang Geschäfte für einen Überfall ausspioniert. Am 26. August schlug er schließlich zu.
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