15.03.2016, 13:12 Uhr

Wein und Holz als Duo

Stolz auf Holz: Der Leobersdorfer Winzer Reinhard Dungel lagert seinen Wein in wunderschönen Eichenfässern.

Winzer Reinhard Dungel aus Leobersdorf erklärt die besondere Symbiose von Eiche und Traube.

LEOBERSDORF (les). Betritt man das Gewölbe unterhalb des Weinguts Dungel fallen einem, neben dem typischen Weinkellergeruch, vor allem die vielen hölzernen Weinfässer auf, die den Lagerraum säumen.

Aroma für Liebhaber
Reinhard Dungel (30) ist Weinbaumeister und erklärt, wieso die Verbindung zwischen Holz und Wein so gut funktioniert: "Holz war vor vielen hundert Jahren eines der ersten Lagermaterialien für Wein. Ein großer Vorteil ist, dass der Wein durch die feinporige Maserung des Holzfasses sehr gut atmen kann und dadurch wesentlich schneller rund wird, als in alternativen Aufbewahrungsbehältern aus Stahl oder Kunststoff. Zudem übernimmt der Wein durch die Lagerung ein gewisses Holzaroma, das bei vielen Genießern sehr beliebt ist. Das ist Geschmackssache."

Winzer setzt auf Eiche
Auch wenn Holz im Vergleich zu beispielsweise Stahltanks weit mehr Pflege und aufwendigere Reinigung benötigt, lässt Dungel einen Großteil seiner Weine in Eichenfässern reifen: "Meistens ist ein Rotwein drinnen, weil der das Holzaroma besser verträgt. Außerdem tut ihm die Luftzufuhr gut." Seit einigen Jahren bietet Dungel auch einen Barrique-Weißwein - einen Chardonnay - an. "Früher war das ziemlich verpönt. Da war das sogenannte "holzeln" unerwünscht. Aktuell ist es aber wieder in."
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