Lawinen sind gefährlich nahe
Die Lawinengefahr ist noch immer hoch - und unberechenbar
BICHLBÄCHLE/KAISERS (lr). Die Bedrohung durch Lawinen ist gerade im heurigen Winter allgegenwärtig. Doch nicht nur Tourengeher sind davon betroffen. Besonders in den kleineren, höher gelegenen Orten ist die Gefahr greifbar.
So zum Beispiel in Bichlbächle, das vor kurzem eine Lawine „direkt vor die Haustür“ bekam. Etwa sechs Meter hoch türmten sich die Schneemassen knapp an der Ortsgrenze. Vergangenen Montag wurde mit den Aufräumungsarbeiten begonnen. Zwei Bagger gruben sich durch die haushohen Wände und brachten sogar zwei schwer beschädigte PKW zutage. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Dass es solche Winter, und auch so knapp überstandene Lawinenabgänge schon immer gegeben hat, erzählte kürzlich ein Zeitzeuge. Adalbert Lorenz aus Kaisers erkannte sein Heimathaus auf einem Foto in den Bezirksblättern (Ausgabe 3/12, „Freude über vielen Schnee überwiegt“) wieder und wusste zu berichten: „1935, als ich noch ein kleiner Junge war, ist eine Staublawine direkt über dieses Haus abgegangen. Wir saßen in der Stube und meine Mutter sagte: ,Jetzt kummt die Lahn.´ Es wurde dunkel und die Haustür wurde eingedrückt.“ Auch damals ist zum Glück niemandem etwas passiert.
Seitdem ist an dieser Stelle nie wieder eine Lawine abgegangen - was wiederum zeigt, wie unberechenbar diese Gefahr ist. Erhöhte Vorsicht ist daher geboten, und wer nicht unbedingt muss, sollte sich von den Gefahrenzonen tunlichst fernhalten.
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