"Die Kosten bleiben im Rahmen"

Besichtigten das Schloss Ranshofen (v. l.): Wolfgang Jahn vom Haus der Bayerischen Geschichte, Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher, Landeshauptmann Josef Pühringer, Mattighofens Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer, Bezirkshauptmann Georg Wojak und Severin Piska, Pfarrer in Ranshofen. (Foto: Land OÖ)

Die Vorbereitungen zur Landesausstellung befinden sich in der Endphase. In drei
Wochen wird eröffnet.

RANSHOFEN, MATTIGHOFEN (ebba). Die grenzüberschreitende Landesausstellung „Verbündet – Verfeindet – Verschwägert. Bayern und Österreich“ beleuchtet die Geschichte zwischen Bayern und Öster-reich. Ihrer Realisierung liegen bedeutende denkmalpflegerische Aktionen zugrunde: Die beiden Ausstellungsstandorte auf österreichischer Seite, das ehemalige Kloster Ranshofen und das Schloss Mattighofen, wurden aufwendig saniert und restauriert. „Diese Maßnahmen wären der Stadt Braunau ohne Unterstützung des Landes in dieser Qualität nie möglich gewesen“, betonte Bürgermeister Johannes Waidbacher im Zuge der ersten Besichtigungstour durch die Ausstellungsstandorte. Die Sanierung der historischen Bauten stellte eine große Herausforderung dar. Bedingt durch die zahlreichen Um- und Einbauten und verursacht durch die verschiedensten Nutzungsformen der Gebäude, waren diese in einem schlechten Bauzustand.

Mittels aufwendiger Bauplanung wurden die barocke Bauschale wiederhergestellt, die Raumfluchten geöffnet, Einbauten entfernt, die Gebäude entfeuchtet, die Barrierefreiheit hergestellt und die vorhandenen Fresken saniert. Aus Kulturfördermitteln des Landes wurde zusätzlich die Krypta des Propsteistiftes Mattighofen saniert. „Diese Maßnahme wäre für die Landesausstellung nicht notwendig gewesen, wir haben uns aber dennoch dafür entschieden“, erklärte Landeshauptmann Josef Pühringer. „Die Umbauarbeiten am Schloss sind zu
99 Prozent abgeschlossen. Auch die Schlossgastronomie hat bereits eröffnet“, verkündete Mattighofens Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer. Für die bauliche Sanierung und Adaptierung des ehemaligen Klosters Ranshofen fallen Kosten von rund 9,4 Millionen Euro an.

Die Sanierung des Schlosses Mattighofen kostet rund 4,5 Millionen Euro. Davon werden drei Millionen aus dem Gemeinderessort und rund 1,14 Millionen Euro aus einem KG-Darlehen aufgebracht. „Wir sind im Kos-tenrahmen. Es werden keine Zusatzkosten anfallen“, versicherte der Landeshauptmann. „Berücksichtigt man die Investitionen in Betrieb, Werbung, Personal und Rahmenprogramm in der Höhe von vier Millionen Euro, kann von einer regionalen Wertschöpfung zwischen
90 und 100 Millionen Euro ausgegangen werden. Die Ausstellung wird bleibenden Eindruck in der Region hinterlassen, denn historische Bauten und schöne Städte bleiben im Gedächtnis der Leute. Es werden in den kommenden Jahren mehr Menschen in die Region kommen als zuvor.“

Endspurt bis zur Eröffnung
Die Fertigstellung der Landesausstellung erfolgt am
22. April. Derzeit werden die Einbauten gestrichen, anschließend die Grafiken und Texte angebracht. Seit 1. April werden die Exponate angebracht. Der offizielle Festakt zur Eröffnung der Landesausstellung findet am 26. April um 14 Uhr im
Innenhof des Klosters Ranshofen statt.
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