18.03.2016, 14:39 Uhr

Erfolgreiche Woche im Zeichen des Jazz

Festival mit „Les Lapins Superstars“ aus Frankreich (Foto: Gerhard Hübner)
BURGHAUSEN. Rund 7800 Besucher zählte die 47. Internationale Jazzwoche in der oberbayrischen Stadt Burghausen von 8. bis 13. März. Zu den diesjährigen Höhepunkten gehörten die Auftritte der beiden französischen Big Bands „Les Lapins Superstars“ und „Electro Deluxe feat. Beat Assailant“. Erstmals konnte die Jazzstadt heuer mit einer interaktiven GPS Jazz City Tour entdeckt werden. Verantwortlich für Konzept und Umsetzung zeichnet das Tiroler Unternehmen „Locandy“.

Den Besuchermagnet 2016 in der Wackerhalle bildeten die französischen Big Bands Les Lapins Superstars und Electro Deluxe feat. Beat Assailant, die das Publikum von den Stühlen reißen konnten. Musikalische Highlights waren außerdem die Konzerte von Ron Carter, Richard Galliano, Stanley Clarke sowie „Hildegard lernt fliegen“. Ein Renner war einmal mehr das Finale zum Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis, den „Das Kammerer OrKöster“ gewann.

Mit 7800 Besuchern konnten die Zahlen des Vorjahres nahezu gehalten werden. Professor Joe Viera, Mitbegründer der Jazzwoche, sprach vom Festival der Kontraste: „Wir zeigen die bunte Vielfalt des Jazz auf unserer Bühne. Das darf man nie beschränken.“ Vor allem die nächtlichen Sessions wurden von Musikern und Besuchern stark frequentiert und bespielt. Viele Musiker kamen nach ihren Konzerten in den Burghauser Jazzkeller, um zu jammen.

Anekdoten und Originaltöne aus 47 Jahren

Traditionell stößt die Jazzwoche in Bayern, aber auch in Oberösterreich, Salzburg und Tirol auf großes Publikumsinteresse. Erstmals konnten die Besucher heuer die neue "GPS Jazz City Tour "des Innsbrucker Unternehmens „Locandy“ nutzen, um via Smartphone-App die fast 50-jährige Jazzgeschichte der Stadt Burghausen an der „Street Of Fame“ der Jazzlegenden zu entdecken. Auftritte von Ella Fitzgerald, Count Basie, Chick Corea und anderen Größen des Jazz sind Teil der Festival-Geschichte. Die damit verbundenen Anekdoten, Hintergrundinfos und jede Menge Heiteres gibt es bei der interaktiven Tour zu entdecken.

Unterlegt ist die GPS City Tour mit Jazzmusik und Originaltönen von 1970 bis heute. Der Besucher erfährt Geschichten über Star-Allüren und Pannen sowie über einen Dizzy Gillespie, der als Weißbier-Verkäufer und Tellerwäscher im Jazzkeller eingesprungen ist. Die „Street of Fame“ in der Burghauser Altstadt spielt eine zentrale Rolle. Von allen 41 Musikern, die auf Bronzeplatten verewigt wurden, gibt es Aufnahmen zu hören, zum Teil auch Original-Konzertmitschnitte aus Burghausen.

Die legendären Starauftritte werden mit zahlreichen Anekdoten verbunden: Warum z. B. Chet Baker 1976 nach seinem Auftritt im Burghauser Knast landete oder Bobby McFerrin mit den Burghauser Schuhplattlern auf der Bühne überraschte.

Lebensgefühl in der Jazzstadt

„Mit der Etablierung des Jazz und dem Aufstieg Burghausens zum bedeutendsten deutschen Jazzfestival ist hier ein Lebensgefühl entstanden, das sich mittlerweile in vier swingenden Jazz-Jahreszeiten ausdrückt. Mit der Jazzwoche und einer Vielzahl von weiteren Konzerten und Veranstaltungen wird der Jazz sehr intensiv gelebt“, sagt Sigrid Resch, Geschäftsführerin der Burghauser Touristik GmbH, in deren Auftrag die GPS-Tour entstanden ist. „Wie in New Orleans, passt zum südbayerischen Burghausen der Jazz-Slogan ‚way down south‘ doch bestens!“

Tipp: Am 25. Juni 2016 findet die Summer-Jazznight in der Burghauser Altstadt statt.
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