11.07.2016, 12:00 Uhr

Neues Pflegeheim für den Bezirk

Baustelle Bezirksseniorenheim Eggelsberg: Anfang 2018 soll das neue Seniorenheim eröffnet werden.

In Eggelsberg entsteht ein neues Seniorenheim. Wir haben bei Bezirkshauptmann Georg Wojak zur Thematik nachgefragt.

EGGELSBERG. „Mit Fug und Recht kann man sagen, dass in unserem Friedensbezirk Braunau die Bewohner in allen sieben Heimen des Bezirks sehr gut betreut werden. Von kompetenten Mitarbeitern in der Pflege, die mit Herz und Gefühl ihr Bestmögliches leisten", erklärt BH Wojak. Der Sozialhilfeverband (SHV) hat zwei Bezirksseniorenzentren in Braunau, je eines in Mattighofen, Altheim und Ostermiething, alle bestens geführt mit guter Küche, die auch auf altersbedingte Speisen spezialisiert ist. "Seit Juni haben wir mit Karin Altmüller eine neue leitende Referentin für soziale Belange. Sie ist die Nachfolgerin von Leopold Grahamer, der Ende Juni in Pension geht“, weiß der Bezirkshauptmann.

Sozialhilfeverband schießt zu

Da mehr als drei Viertel der Bewohner über keine Ersparnisse beim Heimeintritt verfügen, zahlt der Sozialhilfeverband mit seinen 46 Gemeinden im Jahr 2016 rund 9,7 Millionen Euro für die Pflege, Betreuung und Beherbergung dazu. Der Sozialhilfeverband Braunau, unter Leitung von Bezirkshauptmann Georg Wojak und BH-Stv. Hans Gruber, übernimmt auch für die Heimbewohner der Diakonie in Mauerkirchen und des Heimes der Franziskanerinnen in Maria Schmolln die Kosten, die von Heimbewohnern nicht getragen werden können. Der SHV zahlt also für alle sieben Heime des Bezirks dazu. Der Sozialhilfeberband ist ein Gemeindeverband, der großteils über die 46 Gemeinden finanziert wird.

„Bei den Heimaufnahmen, die über unsere Heimleitungen erfolgen, sind wir von Gesetzes wegen verpflichtet, die Vermögenssituation genau zu prüfen. Durch anonyme Anzeigen aus dem Familienumfeld erfahren wir immer wieder, dass vorhandenes Vermögen verheimlicht wurde. Das wird in jedem Fall der Staatsanwaltschaft Ried zur Anzeige gebracht. Ehrlichkeit bei der Antragstellung erwarten wir! Wie müssen mit dem Steuergeld sparsam und zweckmäßig umgehen. Das zeigt sich bei den Aufnahmeverfahren in den Heimen genauso, wie bei den Mindestsicherungsverfahren, wo wir von jedem fordern, sich um Arbeit zu bemühen. Die Mitarbeiter der Sozialabteilung arbeiten hier sehr effizient“, erklärt Wojak.

Zahlen und Fakten

Seit 2008 ist BH Wojak auch Obmann des Sozialhilfeverbands. Durch Optimierung der Abläufe und Beachtung der von Gesetzes wegen vorgegebenen Prinzipien der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit konnten unter seiner Führung bereits über 5,3 Millionen Euro Schulden abgebaut werden, was oberösterreichweit eine eher niedrige Bezirksquote von derzeit 24 Prozent ergibt.

„Es gibt keine Wartelisten, da wir den Bereich der Mobilen Dienste bestmöglichst ausgebaut haben. Dank eines Betreuungskonzeptes von Hans Gruber sind wir hier bestens aufgestellt und können Pflegebedürftigen ein Altern in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Die Devise unseres SHV lautet „mobil vor stationär“. Hier unterstützen wir, indem wir in jedem Heim Tagesbetreung zur Entlastung pflegender Angehöriger anbieten“, sagt der Bezirkshauptmann.

Aufnahmen in Heime sind erst ab Pflegestufe drei möglich. Ein Probewohnen in den ersten Wochen dient dem zukünftigen Bewohner. Er kann prüfen, ob ihm ein Heim passt. Gleichzeitig können auch die Heimleitungen feststellen, ob der zukünftige Bewohner sich ins Heimleben einfügen kann. Zur Zeit sind 20 Betten frei.

Neues Seniorenheim

Baubeginn für das neue Seniorenheim war im Frühjahr, bereits Anfang 2018 soll eröffnet werden. „Derzeit bauen wir in Eggelsberg ein Bezirksseniorenzentrum für 80 Personen, bestens unterstützt von Bürgermeister Christian Kager. Damit sind wir den demographischen Herausforderungen gewachsen, da wir auch weitere Heime in Lengau und in Aspach vorgesehen haben. Dazu brauchen wir aber noch Zustimmungen des Landes, die von finanziellen Vorgaben, Bedarf und Angebot an Pflegekräften abhängen. Mein ganz besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die sich täglich um Heimbewohner kümmern. Ein nettes Beispiel ist Spar-Markt-Besitzer Gerhard Bruckbauer, der Ende Juni unsere Braunauer Bewohner zum Grillen einlud. Besonders die Weihnachtsfeiern werden in jedem Heim von Musikern und Schülern liebevoll umrahmt. Bedankt sind aber auch unsere Mitarbeiter der Geschäftsstelle, der Sozialberatungsstellen und vor allem in den Heimen, denen bestmögliche Beratung und Service ein aufrechtes Anliegen ist. Dank auch an alle Steuerzahler, die uns durch ihre Steuerleistung diesen höchstmöglichen Pflegestandard ermöglichen."

"Seit September 2015 haben wir im Vorstand des Sozialhilfeverbandes mit den Fraktionsobmännern Franz Weinberger, David Schiessl und Erich Rippl ein sehr lösungsorientiertes, kooperatives Miteinander, da jedem Regionalpolitiker klar ist, dass wir uns alle nach der Decke strecken müssen“, schließt Georg Wojak.
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