29.03.2016, 12:00 Uhr

Schluss mit der Frühjahrsmüdigkeit

Fit für den Frühlingsbeginn: Obst und Gemüse ruhig in Massen, Süßes hingegen nur in Maßen genießen. (Foto: EpicStockMedia/panthermedia.net)
Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit - Elisabeth Ortner gibt Tipps für einen leichteren Start in den Frühling.

BRAUNAU (penz). Warum viele Menschen in den Frühlingsmonaten besonders träge sind hat unterschiedliche Gründe. Die Tage im Winter sind kürzer, man kommt nicht so oft an die frische Luft und es fehlt an Bewegung. Das schwächt die Muskulatur und den Kreislauf. "In dieser Zeit kommt es zu einer Hormonumstellung, die einen Einfluss auf unseren Tag- und Nachtrythmus hat", erklärt Diätologin Elisabeth Ortner. Zudem verkraften ältere Menschen oftmals den abrupten Übergang auf die warme Jahreszeit nur schwer und neigen deswegen häufig zu Kreislaufproblemen.

Vorsicht bei Präparaten
Im Winter fallen viele Feste an. Über Weihnachten, Silvester und Fasching wird oftmals zu fettreich gegessen, zu viel Alkohol getrunken oder es fehlt an regelmäßiger Bewegung. Gerade jetzt werden viele Diäten oder Präparate zum Abnehmen angeboten. Diese Anpreisungen reichen von Basenpulver bis zu grünen Kaffeekapseln. Es wird versprochen, dass ohne eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten Kilos reduziert werden können. Dies sei laut Elisabeth Ortner unseriös und könne nicht klappen.

So geht's richtig
"Um leichter in den Frühling zu starten, sollte die aktuelle Ernährungssituation überdacht werden. Oft lässt auch schon die Änderung von Kleinigkeiten Kilos purzeln", so die Ernährungsberaterin aus dem Krankenhaus Braunau. Bei mangelhafter Zunahme von Obst und Gemüse über die Wintermonate lautet die Devise, von nun an reichlich davon zu sich zu nehmen. Dies liefert Vitamine, Mineralstoffe, wertvolle Ballaststoffe und kurbelt die Verdauung an. Ebenso Vollkornbrote, Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreideprodukte.
Weiters empfiehlt die Expertin: "Süßes sollte in Maßen genoßen werden. Statt regelmäßigem Naschen einfach bewusst ein Stück Kuchen oder einen Riegel Schokolade zum Genuss verzehren." Selbiges gilt für zu üppigen Fleischkonsum. Schweres Essen liegt lange im Magen, deswegen sollten auch Alternativen wie Fisch und vegetarische Gemüsegerichte öfters auf dem Speiseplan stehen. Nur eine ausgewogene Ernährung hilft den Bedarf an Nährstoffen abzudecken. Gewisse Trends, wie eine vegane Ernährung, können Mangelerscheinungen begünstigen. Werden zu wenig eisenreiche Nahrungsmittel aufgenommen, kann dies unter anderem zu Müdigkeit führen.

Wichtig: Viel trinken
Neben einer ausgewogenen Ernährung sollte auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Hier rät die Diätologin vor allem zu Wasser, Kräutertees oder stark verdünnte Säfte. "Wer zu wenig trinkt kann schnell müde werden. Leistungstiefs und Kopfschmerzen können die Folge sein", weiß Ortner.
Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft regt das Herz-Kreislaufsystem an und verbrennt Kalorien. Scheint die Sonne, so wird vom Körper mehr Vitamin D gebildet. Sie hilft dabei, dass Calzium besser in die Knochen eingelagert wird. "Außerdem hebt die Sonne gute Laune", verspricht Diätologin Ortner.
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