11.05.2016, 13:35 Uhr

Überdurchschnittlich viele Kaninchen ausgesetzt

(Foto: Matthias Schickhofer/Pfotenhilfe)

Pfotenhilfe spürt Nachwirkung von unüberlegten Ostergeschenken

LOCHEN AM SEE. Die verlängerten Wochenenden im Mai dürften einige Kurzurlauber dazu veranlasst haben, ihre Kaninchen mangels Betreuungsmöglichkeit einfach auszusetzen. Diese werden häufig in die Pfotenhilfe Lochen gebracht. Wenn sie sich nicht fangen lassen, muss deren Tierrettung mit Keschern ausrücken.

„Wir bekommen zur Zeit mehrmals wöchentlich Anrufe wegen am Straßenrand oder in Gebüschen herumirrenden Kaninchen“, erzählt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. „Es gibt keinerlei Ausrede, Kaninchen nicht in ein Tierheim wie die Pfotenhilfe zu bringen. Deshalb muss ich mit Nachdruck darauf hinweisen, dass das Aussetzen eines Tieres kein Kavaliersdelikt ist und strafrechtliche Konsequenzen mit bis zu zwei Jahren Haft zur Folge haben kann.“

Jedes Jahr warnt die Pfotenhilfe vor Ostern vor Lebendtiergeschenken, die oft kurz danach wieder „entsorgt“ werden, weil sich niemand um die Tiere kümmern will, die einiges an Arbeit und Kosten verursachen. Vor Urlaubsreisen spitzt sich die Situation dann oft zu: Die Oma will die Tiere nicht versorgen, eine Tierpension will man sich nicht leisten und schon sitzt das Tier hilflos am Straßenrand. „Dabei gibt es für alles eine Lösung, wenn man nur will. Für Kaninchen oder Meerschweinchen in Not haben wir immer Platz auf unserer 1000 Quadratmeter großen Wiese“, appelliert Stadler.
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