18.05.2016, 05:41 Uhr

Brauchen wir wieder einen "Starken Mann"?

Wiederbelebter Führerkult als Demokratieretter?

Manche Zeitgenoss/inn/en erkennen bereits die Zeichen an der Wand: Die Demokratie, wie wir sie gewohnt sind, zerbröselt: Das Vertrauen der Staatsbürger/innen in die gewählten Parteien wurde wiederholt massiv enttäuscht, die Politik wird als Selbstzweck zum Machterhalt, Gesetzgebung zum Eigennutz oder gar als Legalisierung von Lug und Trug wahrgenommen. Hohe Werte, wie Gerechtigkeit für Alle oder der Schutz von Schutzbedürftigen bleiben unbeachtet. Lieber werden mächtigen Lobbys bedient, diese belohnen Verantwortungslosigkeit auf viele Weisen...
Dieses Unbehagen mit den Verhältnissen führt zu einem verständlichen Wunsch nach Änderung, verführt Manche gar dazu, wieder nach dem "Starken Mann" zu rufen!
Einer Rückwendung auf jenes bereits eindeutig als FALSCH erwiesene Regierungssystem muss vehement Widerstand entgegen gesetzt werden:
Die Alternative zur derzeitig herrschende PARTEIokratie kann unmöglich mutlose Rückkehr zum Faschismus sein! - Der hat wohl, für Jede/n erkennbar, im letzten Jahrhundert seine mehr als ausreichenden Chancen eindrucksvollst VERSPIELT!

Unsere "repräsentative Demokratie" weiter entwickeln!

Eine wirkliche Demokratie ist ja m. E. in Österreich noch nie angekommen! Bürger/innen waren vor 100 Jahren Staffage für den Kaiser als Bejubler/innen + Bittsteller/innen, nach den Kriegen für die Parteien Stimmvieh + Bittsteller/innen...
Haben Sie etwa schon einmal erlebt, dass Sie ernsthaft gefragt wurden, WAS SIE WOLLEN? Welche Problemlösungen Sie sehen, gar sich wünschen???
Vielleicht bei Wahlen? - Achtung, es folgt eine überspitzte Formulierung:
Hier werden dem "Stimmvieh" 3 - 6 "Tröge" vorgesetzt: "Friss (Wähl!) oder stirb!"

Bürger/innen/wünsche sind sooo teuer!

Warum wird nach 100 Jahren "Demo"kratie immer noch nicht einmal in Erwägung gezogen, dass Bürger/innen KEINE der angebotenen Parteien wählen WOLLEN??? Warum wird bewusstes WEISSWÄHLEN als "ungültig" abgetan???
Eine Minimalforderung aus Respekt vor dem Volkswillen wäre, zumindest die Anzahl der Weißstimmen zu veröffentlichen!
Gravierend ändern aber würde sich die Politik GRATIS + automatisch, wenn Weißstimmen zu einer entsprechenden REDUKTION der MANDATE führte!
Da ich kostengünstige Problemlösungen vorziehe, halte ich Volksbefragungen nicht für generelle "Demokratieretter".

Träume zur Rettung der Demokratie...?

Es könnte ein "nationaler Diskurs" angezettelt werden. Beginnend in kleinen Zirkeln, dezentral in den Kommunen, Regionen. Hier sollte ein Zusammenwirken ALLER (nicht nur von EXperten und "Interessensvertretungen" auch von INsidern!) entstehen. Die Ergebnisse dieses Austauschs: aktuelle Wünsche, spätere Entwicklungsziele,... sollten in die mutige NEUERFINDUNG einer ZEITGEMÄSSEN DEMOKRATIE münden...
Weitertrotten in den bereits sichtbaren Abgrund?
NEIN! - Dafür haben die Gewählten KEIN MANDAT bekommen...
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