12.06.2016, 11:47 Uhr

Eine besondere Reise vom Ursprung des Inns bis zur Mündung in Passau - Der "Inn obi Lauf"

Alois Petermaier am verschneiten Lunghinsee, der als Quelle des Inns gilt

Eine besondere Laufreise wurde von Ideengeber Alois Petermaier geplant und vom Organisationsteam und den Teilnehmern verwirklicht: Der "Inn obi Lauf": Laufen von der Quelle des Inns am Malojapass in der Schweiz bis zur Mündung in Passau. 550km in nur 5 Tagen - ein anstrengendes Unterfangen, dass die 19 Teilnehmer vom 22. bis 27. Mai 2016 verwirklichten.

Alois Petermaier (LC Geinberg) stellte die Idee zur Verfügung, und schon bald sollte er gemeinsam mit Brigitte Lagleder (TSV Simbach) und Nicole Jankowski (Triathlon ATSV Braunau) an der Umsetzung arbeiten.
Einmal von der Quelle des Inns in der Schweiz bis zur Mündung in Passau laufen - 550km, die als Staffellauf bewältigt wurden.
Karten kaufen und diese studieren, Gespräche führen und Vorschläge annehmen, ein Konzept erstellen um Läufer für das Erlebnis zu begeistern. Unterkünfte organisieren, Fahrzeuge mieten - All das und noch mehr war notwendig, um am Sonntag dem 22. Mai um 4:00 Uhr morgens an den Malojapass mit den 19 Sportlern aus verschiedenen Vereinen aufzubrechen. Die Hinfahrt war ja noch die gemütlichste Übung, die die Läufer in den nächsten 6 Tage erwarten sollte. Kaum am Malojapass angekommen, schnürten sie die Bergschuhe und begannen den Aufstieg zum Lunghinsee in 2484m der als Quelle des Inns gilt. Schneebedeckt lag der See vor ihnen, man konnte ihn nur erahnen. Wieder unten am Ausgangspunkt angekommen, startete bereits die erste Staffel vom Ufer des Silsersees. Vorbei an St. Moritz, wo man im Inn noch anstandslos stehen kann, bis nach Bever wo die erste Nacht verbracht wurde.
Tag zwei war regnerisch und verhangen, auf 1.800m Seehöhe lagen die Temperaturen im einstelligen Bereich. Die Gruppen ließen sich das Erlebnis Inn obi Lauf jedoch nicht entgehen und spulten ihre Etappen ab: Jede der 5 Gruppen hatte pro Tag zweimal etwa 10km zu laufen, um das Tagespensum von 100km zu erreichen. Vom Start in Bever erreichten sie am zweiten Tag bereits Österreich und verbrachten die Nacht in Tschuppbach nahe dem Etappenziel Tösens.
Tag drei startete mit optimalem Laufwetter, und es sollte auch im Verlauf des Tages trocken bleiben. Von Tösens ging es diesmal bis nach Innsbruck, wo auch die kulturelle Komponente der gemeinsamen Laufreise nicht zu kurz kam.
Tag drei erwartete die Läufer bereits mit Sonnenschein, nach 100km Tagessoll war Rosenheim erreicht. Nach einer weiteren Nacht starteten sie in Richtung Altötting, wo nach den 100km die Prozession begleitet sowie die Wallfahrtskirche besucht wurde und der Tag anschließend auf der Dult ausklang. Am Freitag, dem letzten Tag lief jeder Läufer mehr oder weniger weit an seiner Heimat vorbei. Die Wege wurden bekannter, die Sonne schien und jeder war bei der Ankunft in Passau stolz, Teil dieser Unternehmung zu sein. Der Inn obi Lauf hat unseren Blick fürs Wesentliche geschärft, die nächste Unternehmung wartet!
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