17.03.2016, 10:00 Uhr

Bei Privaten ist Holz bereits angekommen

Rohstoff aus dem Kobernaußer Wald. Holz sorgt für ein positives Raumklima. (Foto: Archiv/ÖBf)

Die Bauträger sind auf diesen Zug aber noch nicht aufgesprungen

BEZIRK (ah). Der Holzbau trägt zu über 50 Prozent zur Klimaentlastung bei. Gebäude aus Holz sind daher Baumaßnahmen mit Gewinn für den Klimaschutz. Das weiß auch Ferdinand Reisecker, Chef des gleichnamigen Holzverarbeitungsbetriebes in Roßbach und Fachgruppenobmann der Oö. Holzindustrie. „Während bei Privaten der Holzbau angekommen ist, ist das im öffentlichen Bereich noch nicht so“, bedauert Reisecker. Bei Einfamilien- und Reihenhäusern würden die Bauherren den Werkstoff Holz zu schätzen wissen. Leider fehle es bei den diversen Wohnbauträgern noch am Bewusstsein. Was hochwertigen Wohnraum anbelangt, wünscht sich Reisecker daher mehr Unterstützung seitens der Politik, denn: „Die Mieter wollen einen gesunden Wohnraum.“

Viele Sägewerke

In der Oberösterreichischen Holzindustrie sind etwa 300 Betriebe vereint, allein 250 davon sind Sägewerke. „Der Holzbau floriert und diese Entwicklung kommt natürlich den Sägewerken zugute“, weiß Reisecker über gute Marktchancen zu berichten. Die überwiegende Anzahl der Sägewerke sind Klein- und Mittelbetriebe, häufig in Familienbesitz. 30 bis 40 Sägewerke gibt es im Bezirk. Die Holzindustrie ist ein bedeutender und sicherer Arbeitgeber und stärkt die Region. Etwa 300.000 Personen sind in Österreich in der Holzbranche beschäftigt. Reisecker hat zusammen mit seinem Bruder und einem Mitarbeiter 2001 den elterlichen Betrieb übernommen. Heute sind 28 Mitarbeiter im Säge-, Hobel- und KVH-Werk (Konstruktionsvollholz) beschäftigt. „Ich könnte hier einige Beispiele nennen, klar ist aber, dass die Holz verarbeitenden Betriebe wichtige regionale Arbeitgeber sind“, so Reisecker.

Holz wird vor Ort verbaut

Während österreichweit sehr viel Holz exportiert wird, gilt das nicht für den Bezirk Braunau. „80 Prozent unseres Holzes und das meiner Kollegen werden im Umkreis von 50 Kilometern verbaut“, freut sich der Fachgruppenobmann. So würde die Wertschöpfung im Innviertel bleiben. Der Preis für Rundholz liegt durchschnittlich bei 85 Euro pro Festmeter, Langholz wird mit 90 Euro etwas besser bezahlt. Das sind für Reisecker gesunde und faire Preise.
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