18.06.2016, 19:43 Uhr

Übergabe der Petition „Neustart Nord-WEST-Bahnhof“ am 16.6.2016

Am 16.Juni 2016 wurde, fast punktgenau auf den Jahrestag der ersten Unterschrift, die Petition „Neustart Nordwestbahnhof“ den zuständigen Stellen der Stadt Wien übergeben.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger, allen voran Dr. Johannes Zbiral, der Initiator und Einreicher der Petition haben im vergangenen Jahr mehr als 550 Unterschriften gesammelt.

Red mit - Echte Bürger_innen-Beteiligung ist gefragt

Das Hauptziel der Petition ist, dass es echte Bürger_innenbeteiligung bei der weiteren Planung des Nord-WEST-Bahnhof-Geländes geben soll. Der Masterplan Partizipation liegt in der Wiener Stadtregierung nach wie vor „auf Eis“ und ist nicht beschlossen. Gerade bei derart großen städtebaulichen Entwicklungen ist die Einbindung der Bevölkerung unabdinglich.

Titel der Petition: Neustart Nord-WEST-Bahnhof-Gelände im 20. Bezirk

Wir fordern eine breite Einbindung der Bevölkerung des 20. und 2. Bezirkes. Es geht um eine Neubetrachtung und Modifikation des städtebaulichen Leitbildes, das aus den Jahren 2006 – 2008 stammt. Viele der damaligen Voraussetzungen haben sich stark geändert. Um nur 1 Beispiel zu nennen. Es gibt sehr viele leerstehende neue Büroflächen im Bezirk (wie auch wien-weit). Der Fokus soll mehr auf leistbares Wochen und vor allem einer Durchlässigkeit des Areals gelegt werden. Die bisherige Trennung in 2 Bezirksteile muss aufgehoben werden.

Die Bürger_innen-Initiative wirkt

Insgesamt hat es seit dem Start der Unterschriftensammlung – auch dank Berichten in verschiedenen Medien (online und print z.B. Wiener Zeitung und auch in der Krone) - schon einige kleine Modifikationen gegeben, die im überarbeiteten Leitbild ihren Niederschlag gefunden haben. So sind beispielsweise weniger Büroflächen, mehr Wohnraum und mehr Schulen vorgesehen (siehe auch beigelegte Grafik und Tabelle).

Das überarbeitete Leitbild für die Bebauung des Nord-WEST-Bahnhof-Geländes, das in der GB* am Allerheiligenplatz 11, 1200 Wien ausgestellt ist, wurde leider ohne Einbindung der Bürger_innen ausgearbeitet. Die Ausstellung läuft noch bis zum 24.6.2016.

Zu viele Büroflächen

Die beiliegende Grafik zeigt, dass nach wie vor eine enorme Fläche für Büros vorgesehen ist. 131.000 m2. Das ist zwar eine kleine Reduktion gegenüber dem ursprünglichen Leitbild (2006 – 2008) ist aber dennoch – in Anbetracht der enorm hohen Leerstandsraten von Büroflächen in Wien und v.a. auch im 20. Bezirk – viel zu hoch.

Neue Arbeitsformen

Auch ist nicht berücksichtigt, dass es gemischte Widmungen geben soll. Wohnungen und Büros in einem Gebäude, denn die neuen Arbeitsformen (neue Selbständige, Teleworking, …) brauchen auch eine entsprechend passende Infrastruktur.

Die beiliegende Grafik (Foto) im Vergleich 2008 zu 2016 veranschaulicht, was sich bereits verändert hat (Angaben in m2). So sind die Flächen für Wohnen höher und jene für Büros geringer im überarbeiteten Leitbild. Auch ist mehr Raum für Soziale Infrastruktur (u.a. Schulen) vorgesehen.

Weitere Themen

Denkmalgeschütze Gebäude intelligent in das Konzept zu integrieren, die grüne Mitte zu teilen (damit die Anrainer_innen auch was vom „Grün“ haben), eine Fußgängerzone vorzusehen, mehr Schulen für Kinder von 14 – 19 Jahren, den Öffentlichen und Individual-Verkehr ein wenig zu adaptieren und und und …

Weitere aktuelle Informationen siehe in der FB-Gruppe Nordwestbahnhof - Zukunft mitgestalten

03.05.2015 Nordwestbahnhof – Seit fast 10 Jahren keine Bewegung bei einem der wichtigsten Zukunftsprojekte unseres Bezirks: BürgerInnenbeteiligung unerwünscht?

04.06.2015 Nordwestbahnhof: Wiener Bürgerinnen und Bürger starten Initiative – es geht um den Ort, wo wir leben: WIEN – und um unser Steuergeld.
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