08.04.2016, 16:47 Uhr

In der Brigittenau tagte das Jugendparlament "Word up"

Jasmin, Denise und Yvonne (v.l.) treten beim heurigen Word Up für neue Parkgeräte, für Flüchtlinge und für einen sinnvollen Umgang mit Ressourcen ein.

Von Schaukeln über Fußballtore bis hin zu Bänken: Diese Ideen von Jugendlichen werden umgesetzt.

BRIGITTENAU. Bereits zum 13. Mal fand heuer das Jugendparlament in der Brigittenau mit 23 Klassen der 8. Schulstufe statt. Nach Klassenworkshops, Delegiertenwahl und dem Plenum sollten die Ideen und Vorstellungen der Jugendlichen zur Parkgestaltung in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden und in der Finalpräsentation Bezirksvorsteher Hannes Derfler übergeben werden. Derfler: „Die Nutzer der Parks sollen auch die wichtigsten Entscheidungsträger sein. Das Budget für die Sanierung und Neuanschaffung der Parkgeräte wird von den Jugendlichen verwaltet.“

Durch die Einbeziehung der Jugendlichen konnte der Vandalismus in den Parks um 80 Prozent reduziert werden. Denise Spindler über ihre Erfahrung bei Word Up: „Es ist toll als Jugendliche sagen zu können, was man will und was uns wichtig ist.“

Maßnahmen der Jugendlichen

Nach genauer Analyse haben die Jugendlichen basisdemokratisch entschieden und wollen mit dem übertragenen Budget folgende Materialien ankaufen: Mistkübeln, Hängematte, Schaukel und Anzeigentafel für den Allerheiligenpark, Klimzugstangen für den Montara- und Sachsenpark, Bänke und Reckstange für den Hugo Gottschlich-Park und Tore mit Netze für den Leipziger Platz. Chrstian Klestil-Repper (MA 42, Wiener Stadtgärten): „Diese Maßnahmen können noch bis zum Sommer umgesetzt werden. Lediglich bei der Schaukel muss zunächst ein geeigneter Platz gesucht werden.“

Umgang mit Ressourcen

Durch maßvolles Haushalten war es den Jugendlichen möglich, ihre Wünsche mit nur einem kleinen Teil des Budgets umzusetzen. Moderator Martin (Back Bone) lobte: „Die Jugendlichen haben einen erwachsenen Umgang mit den Ressourcen vorgenommen.“ Derfler wies deshalb auf die Vorleistungen anderer Word Ups hin und versprach: „Die freien Budgetmittel werden in andere Projekte in den Parks investiert.“ Klestil-Repper will dies nun gemeinsam besprechen, sieht aber in einer Erneuerung der Basketballkörbe am Gaußplatz eine gute Möglichkeit.

Soziale Anliegen bei Word Up

Die Arbeiten bei Word Up wurden heuer um einen sozialen Schwerpunkt angereichert, weil Jugendliche auch von Ereignissen außerhalb der Brigittenau betroffen sind. Eine Delegiertengruppe hat deshalb das Thema Flüchtlinge aufgegriffen und die Teilnahme an einer Demonstration „Refugees welcome“ am Ring organisiert, eine Spendenaktion für das Integrationshaus mit der Herstellung von Chiliöl unterstützt und eine Kinderbetreuung beim Stadion durchgeführt.
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