06.05.2016, 17:55 Uhr

Von Obdachlosen und Bienen: Ärger im Gemeindebau

Ernst Dohnal: "Wir brauchen einen zusätzlichen Mistcontainer."

Zu wenig Mistkübel, dafür Schmierereien und Fallobst. In der Wehlistraße 72 häufen sich die Beschwerden.

BRIGITTENAU. Helmut Dohnal ist langjähriger Gemeindebaubewohner und derzeit kein glücklicher Mensch. Zu viele Ärgernisse haben sich in der vergangenen Zeit angesammelt. "Ich bin kein Querulant", sagt er. "Oft kommen andere Bewohner auf mich zu, weil sie wissen, dass ich mich um Dinge kümmere. Aber Wiener Wohnen scheint das alles nur wenig zu interessieren." Blick ins Stiegenhaus: "Hier gibt es immer wieder Schmierereien. Neulich war hier ein Hakenkreuz." Wiener Wohnen bestätigen den Eingang einer diesbezüglichen Meldung vom 13. April. "Wir haben die Reinigung beauftragt, die das am 15. April weggemacht hat", so Wiener Wohnen-Sprecher Jörg Neumayer. "Wir bringen rassis-tische und sexistische Schmierereien immer sofort zur Anzeige bei der Polizei. Da brauchen wir auch die Hilfe der Bewohner. Bitte teilen Sie es uns mit, wenn etwas passiert."


Sicherheitsbedenken

Dohnal macht sich außerdem Sorgen um seine Sicherheit und die seiner Mitbewohner. "Oft kommen Obdachlose hier hinein, die dann den Mist durchwühlen. Das geschieht fast täglich. Scheinbar gelangt man hier sehr leicht hinein", beschreibt er die Lage. "Wenn Menschen in der Anlage sind, die hier nicht hingehören, und wenn diese dann Straftaten begehen, muss die Polizei kontaktiert werden", so Neumayer. "Außerdem statten wir immer mehr Stiegenhäuser mit Gegensprechanlagen aus. So können nur gestattete Personen hinein."

Mehr Mistkübel gefordert

Ärger gibt es auch mit dem Mist. "Wir brauchen einen zusätzlichen Container", fordert Dohnal. "Das beobachtet die MA 48 zur Zeit", sagt Neumayer. "Wenn nötig, wird auf Kosten der Bewohner ein zusätzlicher Container angeschafft. Aber wir bitten höflich darum, auch die Container in den hinteren Bereichen der Anlage zu nutzen."

Der Baum soll weg

Neben den Containern steht ein Birnbaum. "Der muss weg. Das Fallobst lockt die Bienen an. Die haben mich schon mehrfach gestochen", so Dohnal. Eine Erfüllung dieser Forderung ist aber nicht wahrscheinlich. Denn: "Der Baum ist als erhaltenswert eingestuft und gechippt", so Neumayer.
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wolfgang katzinger aus Floridsdorf | 09.05.2016 | 13:52   Melden
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