04.07.2016, 15:54 Uhr

ÖVP-Bezirkschefin Romana Deckenbacher: "Wollen die Menschen wieder einbinden"

Romana Deckenbacher (mit VP-Chef Gernot Blümel) ist seit 2015 Bezirksrätin und seit Juni die ÖVP-Chefin im 20. Bezirk. (Foto: VP Wien)

Die neue Chefin der Bezirks-ÖVP, Romana Deckenbacher, über die Herausforderungen im 20. Bezirk.

BRIGITTENAU. Sie sind seit zwei Wochen die neue Chefin der Bezirks-ÖVP. Was sind Ihre Pläne für die Brigittenau?
ROMANA DECKENBACHER: Unser primäres Ziel für die nächs-ten Jahre wird es sein, durch faire, aber in der Sache harte, politische Arbeit das Vertrauen der Brigittenauer in unsere ÖVP und unsere Werte zurückzugewinnen. Am Ende werden uns die Wähler mit ihrem Votum hoffentlich so kräftig unterstützen, dass wir wieder gestaltend in den Kommissionen und Ausschüssen des Bezirks mitwirken können.

Wie wollen Sie die Brigittenauer erreichen?
Es gibt nach wie vor viele junge Menschen, die bereit sind, sich aktiv am politischen Leben in unserem Bezirk zu beteiligen. Wir wollen sie einbinden und ihnen durch den Aufbau einer neuen und aktiven „Jungen ÖVP Brigittenau“ eine Plattform bieten.
Es wird aber auch an uns liegen, auf die Brigittenauer zuzugehen. Das soll mit diversen Informationsveranstaltungen, Kulturevents und einem verstärkten Auftritt in den sozialen Netzwerken, aber auch in Form unserer ÖVP-Homepage initiiert werden.

Was sind die besonderen Herausforderungen im 20. Bezirk?
Gelebte Integration ist besonders in der Brigittenau ein wesentlicher Punkt. Es gibt hier viele Unternehmer mit Migrationshintergrund, die sich erfolgreich integriert haben. Das zeigt, dass sich Leistung lohnt und auch lohnen muss.

Aber in Brigittenau ist nicht alles eitel Wonne?
Ich lebe seit 20 Jahren gerne im Bezirk. Dennoch werden sehr oft Beschwerden bezüglich der Sauberkeit in den Wohn- und Parkanlagen an mich herangetragen. Müll, der achtlos aus dem Fenster entsorgt wird, Drogensüchtige, die sich scheinbar unbemerkt hinter Büschen die Nadel setzen und dann die Spritzen achtlos liegenlassen. Nicht zu vergessen die Drogenproblematik im Bereich der U6-Stationen. All das erlebe ich immer wieder mit eigenen Augen. Der Bezirk strengt sich an, die Probleme in den Griff zu bekommen. Wir dürfen auch nicht aufhören, den aktuellen Zustand zu verbessern.

Können Sie die Brigittenau in drei Worten beschreiben?
Unser 20. Bezirk ist in den letzten Jahren von Zuwanderung und interkultureller Vielfalt geprägt worden. In drei Worten würde ich sagen: Lebenswert, liebenswert und vielfältig!

Interview: Andreas Edler
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