27.07.2016, 22:25 Uhr

Retter der Entenfamilie

Andreas Gartner (li.) und sein Kollege Harry Burghart bewahrten eine Entenfamilie auf der A4 vor dem sicheren Tod.

Vor rund drei Wochen geriet eine Ente mit ihren Jungen auf die Überholspur der A4 beim Flughafen.

B.D.ALTENBURG. Die Hainburgerin Nina Hofstädter, die den ersten Gnadenhof für ausgediente Legehennen in Bad Deutsch Altenburg betreibt, fuhr eines Nachmittags vor rund drei Wochen auf der Ostautobahn A4 und traute ihren Augen kaum. "Eine Ente samt ihren Kücken hatte sich auf die Überholspur zur Betonmittelleitwand verirrt, ein Mann in Warnweste war dabei, die Enten zusammenzuhalten", so Hofstädter die sofort bei einem großen Radiosender anrief und um eine Verkehrsdurchsage bat. "Die Autos hatten eine Mindestgeschwindigkeit von 130 km/h drauf, das war für Mensch und Tier eine tödliche Gefahr", meint Hofstädter.

Retter in der Not

Zwei Mitarbeiter der Asfinag retteten die verirrten Enten und setzten sie anschließend in einem Teich bei Rannersdorf ins Wasser. Vergangenen Donnerstag bedankte sich Nina Hofstädter offiziell bei den beiden Tierrettern: "Ich habe die Asfinag gebeten, mir auszuheben wer die beiden mutigen Männer waren, die die Enten von der Autobahn gerettet haben, um mich persönlich bei ihnen bedanken zu können." Für die beiden Asfinag-Mitarbeiter Harry Burghart und Andreas Gartner war die Rettung jedenfalls Ehrensache: "Nach der Durchsage unserer Zentrale 'Enten auf der A4' haben wir keine Minute gezögert. Wir haben schon unzählige Male viele Tierleben gerettet und freuen uns jedesmal, wenn wir sie wieder auf sicherem Terrain freilassen können." Zum Abschluss gabs noch einen Geschenkskorb, bevor der Dienst an der Autobahn wieder rief.

ZUR SACHE:

Nina Hofstädter, Obfrau des Vereins "Rette Dein Huhn", hat seit der Gründung im Jahr 2015 bereits 5.135 ausgediente Legehennen an schlachtfreie Lebensplätze vermittelt. In Bad Deutsch Altenburg betreibt sie einen Gnadenhof. Infos: rettedeinhuhn.at
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