Das historische Wächterhaus - heute "eine Ruine"

Foto: Gabriella Bösze Es zerbröselt förmlich, Frontansicht des ehem. Wächterhäuschens
Bruck an der Leitha: Wächterhaus | Vor mehr als zwei Jahrhunderten war dieses Gebäude im Zuge der Errichtung eines wunderschönen Barockgartens, sowie eines darin befindlichen herrschaftlichen Schlosses erbaut worden.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die ursprüngliche Anlage in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet und ist bis heute so erhalten.

Das Schloss und die Ländereien ringsum befinden sich bis dato in Privatbesitz.
Jedoch ist der Park, so wie wir ihn jetzt kennen, seit jeher für die Öffentlichkeit eine erholsame Oase in mitten der Stadt und somit für jedermann zugängig.
Der Spaziergeher findet hier eine Vielfalt von exotischen Bäumen wie die Sumpfzypresse mit ihren typischen Luftwurzeln, die zu den ältesten Exemplaren in Mitteleuropa zählt. Oder orientalische Platanen die in unseren Breiten als "nicht" winterhart gelten, doch im Park seit Jahrhunderten heimisch sind.
Auch die Seitenarme des Leitha - Flusses wurden in die Landschaftsgestaltung miteinbezogen. Früher konnte man diese sogar mit dem Boot befahren.
Vor allem Wasservögel, Amphibien und Reptilien fühlen sich in dieser feuchten Umgebung zuhause.

Ausserdem sind hier etwa 50 Vogelarten beheimatet, welche sogar regelmäßig brüten.
Aussergewöhnlich sind zahlreiche Libellenarten in verschiedensten schillernden Farben zu beobachten.

Während die Parkanlage immerzu gepflegt wurde, verfiel das Wächterhaus.
Der Zahn der Zeit hatte natürlich hier und auch am Schloss selbst seine gewaltigen Spuren hinterlassen.
Das monumentale Schloss konnte bereits teilweise saniert werden. So ein Gebäude zu revitalisieren verschlingt Unsummen, kann man sich vorstellen.
Wie es scheint, ist das kleine Häuschen beim Parkeingang deshalb ein Stiefkind geblieben.
In der Vergangenheit wurde schon einmal über den sehr desolaten Zustand dieses Baujuwels in den Medien berichtet, doch es verhallte ungehört.

DAS HISTORISCHE BAUJUWEL IST BESTANDTEIL DER STADT UND SEIT ZWEI JAHRHUNDERTEN STARK VERKNÜPFT MIT DEM SCHLOSS UND DER PARKANLAGE

"Das Wächterhaus" hat bereits Geschichte in und hinter sich, sogar ein grausiger Raubmord soll hier stattgefunden haben, so munkelt man.
Doch es naht vielleicht ein Lichtblick in das trostlose Dasein des historischen Kabäuschens.
Die Stadt hat gemeinsam mit dem Schlossbesitzer große Pläne für die Zukunft zur weiteren Nutzung des Parkareals, dies wurde bereits vor kurzem in einem Medium berichtet.
Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Gebäude im Zuge dessen doch nicht geschliffen wird, denn das wäre fatal.

Mit diesen aufrüttelnden Bildern möchte ich nun zum Ausdruck bringen, dass es höchste Zeit ist diese "Ruine" zu retten und das sehr bald, ehe es wirklich zu spät ist...
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Rudolf Fleischmann aus Pernitz am 05.05.2012 um 10:30 Uhr  
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Heinrich Kaller aus Stockerau am 05.05.2012 um 10:40 Uhr  
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Gabriella Bösze aus Hainburg an der Donau am 05.05.2012 um 12:11 Uhr  
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