01.04.2016, 13:18 Uhr

Neue Tourismuspläne für die Region Römerland Carnuntum - Marchfeld

Präsentierten die Tourismus-Pläne: Gerhard Weil - Vizebürgermeister von Bruck/Leitha und Vizeobmann des Tourismusverbands Römerland Carnuntum - Marchfeld, Mag. Bernhard Schröder - Geschäftsführer Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, Margit Neubauer - Leitung des Regionalbüros Römerland Carnuntum - Marchfeld, Franz Schodritz - Vizebürgermeister von Höflein und Obmann des Tourismusverbands Römerland Carnuntum - Marchfeld, Robert Payr - Präsident der Rubin Carnuntum Weingüter (v.l.n.r.). (Foto: Donau Niederösterreich)
HAINBURG. In den vergangenen Jahren hat sich bei Gästen ein immer stärkeres Interesse an regionaler Kultur, traditioneller Lebensweise und überliefertem Wissen entwickelt. Diesen Trend kann man besonders bei Besuchern aus urbanen Ballungsräumen beobachten: neben klassischen Ausflugszielen sind zunehmend die Themen regionaler Genuss, Ab-Hof-Einkauf und regionale Lebenskultur ein wichtiger Reiseanlass und tragen wesentlich zu einem gelungenen Freizeiterlebnis bei.

„Die Tourismusregion Römerland Carnuntum –Marchfeld hat zu diesen Themen mit dem Marchfeld als Gemüsegarten Österreichs und der Weinanbauregion Carnuntum gute Voraussetzungen um diese Interessen der Gäste anzusprechen. Dieses Potential soll in den nächsten Jahren verstärkt gehoben werden", betont Mag. Bernhard Schröder – GF Donau Niederösterreich Tourismus GmbH. Durch die engere Vernetzung von landwirtschaftlichen Betrieben und regionalem Tourismus sollen neue Angebote entstehen: ein dichteres Netz von Ab-Hof Verkaufsmöglichkeiten, Betriebsführungen sowie Einblicke hinter die Kulissen von Produktionsvorgängen etc. Diese tragen nicht nur zur Verbesserung der Wertschöpfung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse bei, sondern stärken auch das allgemeine Bewusstsein für regional hergestellte Lebensmittel.

Carnuntum Experience neu

Gut entwickelt hat sich in den vergangenen Jahren der Weintourismus in der Region: Mit dem vinophilen Veranstaltungsreigen Carnuntum Experience haben die Rubin Carnuntum Winzer in den vergangenen Jahren eine Marke aufgebaut, welche den Bekanntheitsgrad der Weine aus dem Weinanbaugebiet Carnuntum auch international stark gesteigert hat.

Nach 10 Jahren Erfolgsgeschichte der Carnuntum Experience gehen die Rubin Carnuntum Weingüter nun noch einen Schritt weiter: die Carnuntum Experience wird sich mit dem Jahr 2016 für alle Interessierten öffnen und das vielfältige Veranstaltungsangebot wird den Gästen nicht wie bisher nur von Mitte bis Ende August, sondern ganzjährig zur Verfügung stehen. In Zukunft ist es auch nicht mehr zwingend notwendig, dass bei jeder Veranstaltung ein Rubin Carnuntum Weingut teilnimmt.

Der Präsident der Rubin Carnuntum Weingüter Robert Payr kündigt an: „Wir möchten damit die Zusammenarbeit in der Region noch verstärken um eine noch größere Bandbreite bei der Carnuntum Experience zu erreichen. Wir öffnen uns für Interessierte aus Gastronomie, Vereine oder Wirtschaftstreibende und erwarten uns dadurch viele neue Impulse. Auch Betriebe aus der Region Marchfeld sind herzlich dazu eingeladen mitzumachen.“

Tourismus boomt

Die Region Römerland Carnuntum – Marchfeld hat sich in den letzten Jahren zur attraktiven Ausflugs- und Erholungsregion entwickelt: insbesondere für Besucher aus den Ballungsräumen Wien und Bratislava. Im Einzugsgebiet von ca. 60 Minuten leben rund 2,7 Millionen Menschen, davon ein Drittel in den östlichen Nachbarländern, was ein enormes Besucherpotential bedeutet.

Franz Schodritz – Obmann des Tourismusverbands Römerland Carnuntum - Marchfeld freut sich über die gute touristische Entwicklung der Region: „Die drei großen Top-Ausflugsziele Schloss Hof, Römerstadt Carnuntum und Nationalpark Donau-Auen zählen zusammen rund 380.000 Besucher pro Jahr. Viele hochkarätige Veranstaltungen wie Art Carnuntum, die Haydn Tage oder die vielen Angebote der Marchfeldschlösser bereicherten in den letzten Jahren das touristische Angebot der Region. Die Bewerbung der Region Marchfeld zur Landesausstellung 2021 ist ein weiterer, wichtiger Schritt“, so Schodritz

Weitere Attraktivierung des Radnetzes

Auch die Bedeutung des Fahrradfahrens als touristisches Reisemotiv wächst von Jahr zu Jahr. Durch die zunehmende Nutzung von E-Bikes hat sich die Zielgruppe für radtouristische Angebote nochmals ausgeweitet. Die Region Römerland Carnuntum-Marchfeld hat gute Ausgangsbedingungen dafür, sich noch besser als Radregion vor den Toren Wiens und Bratislavas zu positionieren. In den vergangenen Jahren wurde mehrfach in das Radwegenetz südlich und nördlich der Donau investiert: neben der Entwicklung der „Fabelhaften Radwelten“ wurde vor kurzem der Marchfeldkanal-Radweg neu inszeniert und attraktiviert. Es ist geplant das Radwegenetz weiter auszubauen und attraktive Radrunden zu schaffen, die an die etablierten Radwege (Donauradweg, Marchfeldkanal-Radweg, KTM Radweg) anschließen und diese miteinbeziehen.

Region im Aufwind

Früchte trägt auch die langjährige Marktbearbeitung der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH in der Slowakei: so konnte im vergangenen Jahr eine Nächtigungssteigerung von 7.668 Nächtigungen im Jahr 2014 auf 11.340 Nächtigungen im Jahr 2015 erreicht werden. Das bedeutet eine Steigerung um 47 Prozent. Zum Vergleich: Die Nächtigungen aus der Slowakei beliefen sich damals im Jahr 2005 auf 3.731 Nächtigungen. Auch die langfristige Nächtigungsentwicklung der Region in den letzten zehn Jahren kann sich sehen lassen: wurden im ganzen Jahr 2005 insgesamt noch 499.238 Nächtigungen verzeichnet, so waren es 2015 bereits 557.138 Nächtigungen (+ 11,6%). Besonders dynamisch ist die Entwicklung am Nahmarkt Wien verlaufen: von 32.799 Nächtigungen im Jahr 2005 vervielfachten sich die Nächtigungen um 61 % auf 52.970 Nächtigungen im Jahr 2015.
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