14.05.2016, 18:35 Uhr

Hospiz als Herzensarbeit

Das Hospizteam Hochschwab-Süd (Foto: Hospizteam Hochschwab-Süd)

Seit Dezember 2003 schon leistet das Hospizteam Hochschwab-Süd Begleitung und Betreuung für Menschen in der letzten Lebensphase und deren Angehörige. Gearbeitet wird ehrenamtlich, überparteilich und überkonfessionell.

Mit über 800 MitarbeiterInnen setzt sich der Hospizverein Steiermark seit Jahren das Ziel, Menschen die Angst vor dem Sterben zu nehmen, mit ihnen zu reden, Fragen zu beantworten und Angehörige zu betreuen. Diese Arbeit macht sich aber nicht nur mit einer enormen Dankbarkeit und Herzlichkeit von den Sterbenden und Angehörigen bezahlt: Der Verein wurde bereits mit dem steirischen Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Auch das Hospizteam Hochschwab-Süd war von Anfang an mit dabei, mit dem derzeit 16-köpfigen Team wird der Raum Turnau, Aflenz, Thörl abgedeckt.

Moralische Werte

„Das wichtigste ist, dass wir aus wahrer Überzeugung helfen. Das ist Herzensarbeit für alle von uns!“, sagt Renate Sammer, Leiterin des Hochschwab-Süd-Teams. Humanitäre Werte wie Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Verständnis stehen an vorderster Stelle, denn die Sterbebegleitung passiert vollkommen wertefrei, unabhängig von Religion und politischer Einstellung. „Der Mensch selbst steht bei uns im Mittelpunkt.“, betont Sammer.

Teamarbeit

Obwohl das Team eine steigende Anzahl an Mitgliedern verzeichnen kann, fällt es schwer, den immer größeren Bedarf zu decken. Deswegen ist es wichtig, zu betonen, dass absolut jeder helfen kann, egal ob alt oder jung und völlig unabhängig von der Berufsgruppe. Genau diese Vielfalt schätzt Renate Sammer an ihrem Team so sehr. „Jeder bringt viele eigene Erfahrungen und Wissen mit, so kann sich unser Team stetig weiterentwickeln.“ Und obwohl der Frauenanteil stark überwiegt, gibt es auch zwei männliche Mitglieder. Besonders gut für eine harmonische Teamarbeit sind die monatlichen Sitzungen, bei denen man sich austauschen, weiterbilden und Rat einholen kann.


Aufgabenbereiche

Das wichtigste Ziel der Arbeit ist es, für den Menschen da zu sein, ihn so anzunehmen wie er ist und die Angst vor dem Tod zu nehmen. Manchem hilft das sogar dabei, zurück ins Leben zu finden. Man möchte den Sterbenden vermitteln, dass sie nicht alleine sind und ihnen Verbundenheit zeigen. Eine große Rolle spielt dabei die Kommunikation: „Viele Menschen sind einsam, fürchten sich und brauchen einfach nur jemanden, der mit ihnen redet.“, berichtet Sammer von ihrer jahrelangen Erfahrung. HospizmitarbeiterInnen werden über die Pflegeheime Turnau und Thörl und das Hilfswerk, aber auch von Angehörigen angefragt. Zudem pflegen sie eine enge Zusammenarbeit mit dem mobilen Palliativ-Team Leoben.

Bei Interesse gibt es die Möglichkeit, ein Hospizgrundseminar zu besuchen.
Teil 1: Informations- und Einführungsseminar. Mi 08.06.2016 von 17:00-21:00 Uhr und Fr 24.06.2016 von 15:00-20:00 Uhr.
Teil 2: Hospizgrundseminar. 21./22. Oktober 2016, 25./26. November, 13./14. Januar 2017, 10./11. Februar, 10./11. März, 07./08. April 2016, jeweils Fr von 14:00-19:30 Uhr und Sa 09:00-15:30 Uhr
Teil 3: 40-stündiges Praktikum mit neun Einheiten Besprechung. Abschluss nach allen drei Teilen bildet ein Hospizzertifikat.


Kontakt: hochschwab-sued@hospiz-stmk.at und auf www.hospiz-stmk.at
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