02.08.2016, 15:28 Uhr

Kapfenberger Feuerwehren im Einsatz für den Ernstfall

Beim Gasthaus Bergerbauer rückten die Kapfenberger Feuerwehren zu einem Übungseinsatz aus. (Foto: Alle Bilder: FF Hafendorf)

Zu einer Feuerwehrübung mit Menschenrettung im Gasthaus Bergerbauer wurden die Kapfenberger Feuerwehren gerufen.

Alarm für die Kapfenberger Feuerwehren: Bei der Feuerwehr Kapfenberg-Hafendorf, Kapfenberg-Stadt, Kapfenberg-Diemlach, Kapfenberg-Parschlug, St. Marein i.M., St. Lorenzen i.M., Göritz-Pogier, Frauenberg und der BTF Böhler hieß die Annahme: Brandausbruch im Frühstücksraum mit vermissten Personen und einem Brandübergriff aufs Dach.

Schwierigkeit: Die Zufahrt

Die Schwierigkeit bei diesem Übungseinsatz war die Lage des Brandobjektes. Um zum Gasthaus Bergerbauer und den umliegenden Wohnhäusern und Stallungen zu gelangen, mussten rund 140 Höhenmeter über eine enge Zufahrtsstraße überwunden werden.
Nach dem Brand des Nachbargebäudes in der Silvesternacht 2014 wurde die außergewöhnliche geografische Lage zum Anlass einer Übung genommen – bei der heurigen Abschnittsübung wurde eine Zubringleitung über den teils sehr steilen Hang unter Zuhilfenahme von Tragkraftspritzen hergestellt, die aus der Mürz gespeist wurden.
Aufgrund des schwierigen Geländes wurde bei dieser Übung erstmals eine Drohne zur Lageerkundung eingesetzt, die der Einsatzleitung wertvolle Informationen zum Einsatzgeschehen lieferte.

Der Ablauf

Die Alarmierung erfolgte um 15 Uhr. Das erstankommende MTF-A Hafendorf stellte die Einsatzleitung und koordinierte die Einsatzkräfte in der Nähe des Brandobjektes. Zeitgleich wurde eine Einsatzleitung "Tal" eingerichtet, die die nachkommenden Fahrzeuge lotste und die Zubringleitung und die fünf eingesetzten Tragkraftspritzen per Funk überwachte.
Das TLF-A Hafendorf übernahm als erstankommendes Löschfahrzeug sofort die Menschenrettung unter schwerem Atemschutz und die Feuerwehr Kapfenberg-Stadt stellte einen Rettungstrupp und suchte das restliche Gebäude nach weiteren Personen ab.
Indes stellten die Feuerwehren Hafendorf, Parschlug, St. Marein, Diemlach, St. Lorenzen und Frauenberg die Zubringleitung mithilfe der fünf angeforderten Tragkraftspritzen über insgesamt 1.400 Meter Schlauchleitung und 140 Höhenmeter her. Bereits 40 Minuten nach Alarmierung konnte beim 1. Rohr "Wasser marsch!" gegeben werden, das 2. Rohr folgte um 15.54 Uhr. Alle vermissten Personen wurden gerettet, "Brand aus" konnte gegen 16 Uhr gegeben werden.

Die beteiligten Einsatzkräfte

Neun Feuerwehren mit rund 90 eingesetzten Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen, Polizei und Rotes Kreuz leisteten bei schweißtreibenden Temperaturen hervorragende Arbeit. Besonders jene Einsatzkräfte, die bei der Herstellung der Zubringleitung im Einsatz waren, setzten die wichtigste und gleichzeitig schwierigste Aufgabe der Übung ausgezeichnet um.
Robert Kückmaier lobte die Zusammenarbeit der Feuerwehren und deren schnelles und präzises Arbeiten. Auch die Übungsbeobachter Jürgen Rachwalik und Leo Mayr zeigten sich mit dem Verlauf der Übung durchaus zufrieden.
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