24.05.2016, 17:19 Uhr

Kirche startet Projekt für arbeitslose Jugendliche

v.l: Dechant David Schwingenschuh, Helmut Wiesmüller (AMS Leoben), Ute Bischof, Herbert Schaffenberger (Regioteam), Bernhard Schwarzenegger, Valerie Böckel, Dechant Clemens Grill und Dechant Hans Feischl. (Foto: Mario Kuss)

Die Dekanate Leoben, Bruck und Mürztal der Katholischen Kirche starten gemeinsam mit dem Regionalmanagement und dem diözesanen Arbeitslosenfonds ein Projekt für arbeitsuchende Jugendliche.

Jugend sucht Arbeit, auch in der östlichen Obersteiermark. Ehrenamtliche Paten helfen. Und das im Rahmen des Projektes „PatInnen unterstützen arbeitsuchende Jugendliche“, das die Dekanate Leoben, Bruck und Mürztal der Katholischen Kirche auf Initiative des Regioteams (bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Katholischen Kirche) in die Region holen. Ziel des Projektes ist es, Jugendliche aus meist schwierigen Verhältnissen näher an den Arbeitsmarkt heranzuführen. „Je ein Pate unterstützt einen Jugendlichen. Der Pate gibt hauptsächlich die eigenen Erfahrungen weiter, informiert, ermöglicht Kontakte und kümmert sich um den Jugendlichen. In den beiden Bezirken stehen für die nächsten drei Jahre 30 Betreuungsplätze zur Verfügung“, so die Dechanten Clemens Grill (Leoben), Hans Feischl (Bruck) und David Schwingenschuh (Mürzzuschlag).

Lange Projekterfahrung
Das Projekt wird vom Arbeitslosenfonds der Diözese Graz-Seckau durchgeführt. Dieser betreibt das Projekt bereits seit zehn Jahren erfolgreich in Graz. Eine eigens eingerichtete Koordinationsstelle ist für die professionelle Betreuung des Projektes verantwortlich, führt Jugendliche und Paten zusammen und betreut sie. In der Obersteiermark Ost übernimmt diese Funktion die Perneggerin Ute Bischof, die auf mehrjährige Erfahrung im Bereich der sozial- und berufspädagogischen Begleitung zurückgreift. Bei ihr können sich alle interessierten Paten und Jugendlichen melden. Das Regionalmanagement Obersteiermark Ost unterstützt das Projekt mit regionalem Know-how und hilft bei der Projektabwicklung. „Wir freuen uns, dass das Projekt nun auch in Leoben und Bruck-Mürzzuschlag durchgeführt wird und dadurch das bestehende professionelle Hilfsnetz ergänzt“, so Regionalmanager Jochen Werderitsch und Jugendmanagerin Valerie Böckel.

Nicht zusätzlich, sondern ergänzend
Das Projekt steht nicht in Konkurrenz mit bereits bestehenden Programmen. „Unsere Paten helfen vor allem auf persönlicher Ebene – durch zuhören, mitdenken, nachfragen und motivieren. Dadurch werden Bewerbungen erfolgreicher und das bestehende Unterstützungs- und Ausbildungsangebot besser genutzt“, erklärt Bernhard Schwarzenegger, Geschäftsführer des Arbeitslosenfonds. Pate kann jeder werden, der an der Arbeit mit Jugendlichen interessiert ist. „In Graz besteht der Paten-Pool beispielsweise aus pensionierten Unternehmern, Sekretärinnen, politischen Vertretern, Lehrlingsbeauftragten oder Studenten,“ so Schwarzenegger.

Finanzierung
Das Projekt soll über das EU-Förderprogramm LEADER finanziert und über das neue Regionalressort des Landes Steiermark als landesverantwortliche Stelle mit dem ressortverantwortlichen Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer abgewickelt werden. Die restliche Finanzierung erfolgt durch Sponsoren.
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