06.04.2016, 15:00 Uhr

SPÖ lässt sich nun selbst auferstehen

Landtagsabgeordneter Stefan Hofer hat die SPÖ im Bezirk unter die Lupe genommen und ihr eine neue Kur verordnet.

LAbg. Stefan Hofer hat sich und seiner Partei im Bezirk eine lange Liste an Hausaufgaben geschrieben.

Seit Jänner ist SPÖ-Landtagsabgeordneter Stefan Hofer in den Gemeinden des Bezirkes Bruck-Mürzzuschlag unterwegs, um seinen Kollegen auf kommunaler Ebene einerseits einen Besuch abzustatten und sich persönlich bekannt zu machen, andererseits aber auch, um ihnen und ihren Befindlichkeiten auf den Zahn zu fühlen. Die meisten hat er schon besucht, es sind nur noch einige wenige, die ihm auf seiner Liste fehlen, dennoch lässt sich schon jetzt eine erste Bilanz ziehen: "Wir wollen aus der Lethargie der letzten Jahre heraus und hin zu einer modernen Servicepartei werden; kurz: wir wollen die Auferstehung der SPÖ feiern", so Hofer.

Schwerpunk: Kommunikation

So sollen künftig Sprechtage, die es schon seit längerem nicht mehr gibt, wieder eingeführt werden; es werden wieder mehr persönliche Gespräche geführt, denn: "Facebook und Co ermöglichen zwar, dass wir große Massen erreichen, sie können aber niemals den persönlichen Kontakt ersetzen", ist sich Hofer sicher. Und auch wichtig: Die Jugend soll stärker einbezogen werden. "Wir wollen die jungen Menschen aber nicht mehr nur in Vorwahlzeiten als ehrenamtliche Helfer einsetzen, sondern ihnen wirklich Verantwortung geben", so Hofer. "Denn sonst werden wir in Zukunft ein Generationen-, bzw. Nachfolgerproblem haben."

Kurs-Änderung

Besonders kritisch wird in den Gemeinden der Kurs der SPÖ auf Bundes- bzw. Landesebene gesehen, der sich ja mitunter relativ schnell wandeln kann: "Viele wollen diesen Kurs nicht mehr mittragen und sich ständig für Dinge rechtfertigen müssen, für die sie eigentlich nichts können", so Hofer. Michael Schickhofer als LH-Stellvertreter hingegen erntet in den SPÖ-Reihen, insbesondere in seiner Rolle als Gemeindereferent, sehr viele Lorbeeren.
Angesprochen auf die SPÖ-Baustellen im Bezirk, wie etwa Aflenz, Stanz, St. Marein oder Pernegg sagt Hofer: "Einige brauchen einen stärken Motivationsschub als andere, aber generell merke ich, dass wir alle dasselbe wollen: einen frischen Wind. Ich finde zum Beispiel die Halbzeitlösung, wie sie in St. Marein praktiziert wird, recht gut. Da funktioniert die Übergabe an die Nachfolgerin optimal."

Zukunfts-Themen

Konkrete Themen für die Zukunft? "Wir müssen flexiblere Kinderbetreuung schaffen, das wirklich gute Bildungsangebot in unserer Region erhalten, die Lehre wieder aufwerten und wieder verstärkt in Straßen und Wohnbau investieren", erklärt Hofer. Eine Idee geistert Hofer im Kopf herum. "Nachdem wir die einzigartige Forstschule in Bruck haben und mitten in einer Waldregion leben, könnte man doch – neben dem Schwerpunkt Metall in unserer Region – einen weiteren Schwerpunkt 'Holz' schaffen, und diesen in Richtung Bildung ausbauen", schlägt Hofer vor.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.