21.04.2016, 11:12 Uhr

Alles hat perfekt Funk-tioniert!

Die Übungsleiter HBM Ing. Horst Puschmann (l.) und HLM Gerhard Michelitsch mit den Trophäen für die Siegermannschaften. „Die Pokale wurden von den Bürgermeistern und Wirtschaftsbetrieben der Region gesponsert“, so Michelitsch dankbar.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Feuerwehrwesen


Die Feuerwehren dies- und jenseits des Radpasses arbeiten eng zusammen. Das war schon lange vor dem EU-Beitritt Sloweniens so. Bei regelmäßigen Zusammenkünften wird die jahrzehntelange Kollegialität und Freundschaft weiter gefördert. Acht Wehren aus Slowenien haben am Wochenende aktiv an einem Funkbewerb im Abschnitt Eibiswald teilgenommen. Insgesamt standen dabei 91 Einsatzkräfte auf dem Prüfstand. Der von 14 Bewertern begleitete Bewerb ging unter der Federführung von HBM Ing. Horst Puschmann und HLM Gerhard Michelitsch über die Bühne.



(jf). Es sind nicht nur Übungen und Einsätze, die verbindenden Charakter haben. Auch die Kameradschaftspflege kommt nicht zu kurz. 1978 hat der erste bilaterale Abschnittsfunkbewerb stattgefunden. Seit damals treffen sich steirische und slowenische Florianijünger beinahe jährlich zu diesem Austausch. Am Samstag war es wieder einmal soweit...
Von sieben bis 15 Uhr waren 18 Gruppen unterwegs. Die Stationen waren weit verteilt. Vom Tal der Weißen Sulm bis hinauf in 1.058 m Seehöhe. Vorbei ging es an Weingärten und blühendem Enzian. Als Start und Ziel fungierte das Rüsthaus Steyeregg. „Es geht bei diesem Bewerb darum, verschiedene Bereiche des Feuerwehrwesens zu üben, die bei den Einsätzen zur Realität werden“, erläutert HLM Gerhard Michelitsch. Der Abschnittsfunkbeauftragte war zusammen mit HBM Ing. Horst Puschmann für die Durchführung verantwortlich. Als Bewerter kamen Feuerwehrmitglieder beider Länder zum Einsatz. Aus dem Abschnitt Eibiswald nahmen die Feuerwehren Steyeregg, Pölfing-Brunn, Wielfresen, Soboth, Eibiswald, Hörmsdorf, Pitschgau-Haselbach, Lateindorf, Wernersdorf und Wies am Funkbewerb teil.
Mit den Wehren aus Muta, Radlje ob Dravi, Slemen, Selnica, Kapla, Ozbalt war auch der Motor der gutnachbarschaftlichen Beziehungen mit zum Bewerb in die südliche Weststeiermark gekommen – Franz Zeleznik, der Vizepräsident der Feuerwehr Muta. Es galt verschiedene Aufgabenstellungen zu bewältigen. Beim Gasthof Schmuckbauerwirt in Oberfresen waren eine Lageskizze und eine Wegbeschreibung vom Rüsthaus Wernersdorf zum Objekt zu erstellen. Unterwegs im freien Gelände musste mit Hilfe von Kompass und den Kirchtürmen von St. Katharina in der Wiel sowie St. Oswald ob Eibiswald die Marschzahl bestimmt werden. Praktisches Sanitätswissen (Personenreanimation) und spezielle feuerwehrtechnische Fragen standen im Rüsthaus St. Oswald an der Tagesordnung. Mit dem Verfassen und Absetzen einer Einsatzsofortmeldung wurden die 91 Bewerbsteilnehmer im Rüsthaus Vordersdorf konfrontiert. Im Rüsthaus Steyeregg wiederum standen Fragen zur Kfz-Inbetriebnahme im Fokus.
Auch Oberbrandrat Helmut Lanz und Brandrat Fritz Reinprecht vom Bereichsfeuerwehrkommando Deutschlandsberg, ABI Karl Koch und HBI August Nußmüller von der FF Steyeregg visierten – chauffiert von HLM Max Masser – die einzelnen Stationen an, um sich ein Bild vom Ablauf des Funkbewerbs zu verschaffen.
Bei der Siegerehrung war die Spannung groß, zumal die FF Muta den Wanderpokal bereits dreimal gewonnen hatte. Diesmal aber wurde die FF Hörmsdorf Tagessieger. Den 2. Platz belegte die FF Steyeregg, Dritter wurde die FF Muta.

Fotos: Josef Fürbass
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