23.06.2016, 16:14 Uhr

Deutsch-Lehrbücher für Stainzer Asylwerber

Die Kinder sind im Kindergarten oder schon in der Schule
Stainz: Resi Tant' |

Arge Willkommenskultur bietet Hilfestellung.

Umgehend auf die Unterbringung von Asylsuchenden im Haus Grazer Straße 27 vor etwa einem Monat hat die Arbeitsgemeinschaft für Willkommenskultur in Stainz reagiert. „Wir könnten weitere Mithelfer brauchen“, lud Ingeborg Stelzer anlässlich der Übernahme von Büchern, Heften, Schreibutensilien und einem Flipchart Freiwillige zum Mitmachen (Mail stainz-dl@evang.at) ein.
Insgesamt 29 Erwachsene und Kinder wohnen im ehemaligen Gasthaus Jöbstl-Muhr, sie kommen aus Afghanistan und Syrien. Bei der Zusammenkunft am vergangenen Donnerstag stellten sie sich höflich mit ihrem Namen vor, Tamshid Kohdamani überraschte sogar mit einem Zusatz: „Und ich liebe Stainz.“ Allen gemeinsam: Sie waren seit jeher der Willkür der herrschenden Kaste der Sunniten und in der Folge der Taliban ausgesetzt.
Die Herausforderung im Deutschunterricht? Der unterschiedliche Bildungsstandard der Lernenden, die manchmal nicht einmal unsere Schriftzeichen verstehen, das Alphabet nicht kennen, während andere recht gut Englisch sprechen. Kamila Akhlaghi, eine promovierte Juristin, nimmt als überraschend gut Deutsch Sprechende die Rolle des Dolmetsches ein: „Wir nehmen am Unterricht teil, lernen die Sprache aber auch im Internet.“
„Es freut mich, dass Sie gut aufgenommen wurden“, war Vizebürgermeister Karl Bohnstingl bei der Überreichung der Utensilien anwesend. Er wünschte den Familien gute Fortschritte im Erlernen der Sprache, da sie essenziell für eine berufliche Zukunft ist.
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